Abstract
dc:description.abstractDie Disputation beschäftigt sich mit der Frage, ob methylierungsbasierte Bluttests zukünftig eine Ergänzung oder teilweise Alternative zur klassischen Mammographie darstellen könnten. Im Mittelpunkt stehen epigenetische Veränderungen beim Mammakarzinom, insbesondere DNA-Methylierungsmuster, die bereits in frühen Tumorstadien und teilweise sogar bei Vorläuferläsionen nachweisbar sind. Analysiert wurden FFPE-Tumorgewebeproben von DCIS, B2/B3-Läsionen sowie frühen invasiven Mammakarzinomen verschiedener molekularer Subtypen. Der Schwerpunkt liegt auf vier in der Literatur beschriebenen CpG-Markern: cg21501525 (TSHZ3), cg20072171 (FEZF2), cg16304215 (OTP) und cg23035715 (TLR5). Diese Marker wurden ursprünglich als hochsensitive cfDNA-Methylierungsmarker beschrieben und hinsichtlich ihrer diagnostischen Relevanz untersucht. Dabei erfolgte ein Vergleich intragener und promotorspezifischer Methylierungsmuster mit klinisch-pathologischen Parametern sowie immunhistochemischen Expressionsdaten. Nach histologischer Tumormarkierung erfolgten DNA-Extraktion aus FFPE-Material, Bisulfitkonvertierung sowie methylierungsspezifische Analysen mittels ddPCR und Pyrosequenzierung. Die statistische Auswertung umfasste ROC-Analysen, Sensitivitäts- und Spezifitätsberechnungen sowie Subgruppenanalysen zwischen benignen Läsionen, DCIS und invasiven Mammakarzinomen. Die Ergebnisse zeigen, dass bestimmte Methylierungsmuster eine relevante Diskriminierung zwischen benignen und malignen Läsionen ermöglichen. Besonders interessant erscheint die Rolle intragener Methylierung, die sich teilweise deutlich von klassischen Promotormethylierungsmustern unterscheidet. Zusätzlich werden biologische Funktionen der untersuchten Gene diskutiert, darunter TLR5 im Kontext tumorassoziierter Immunantworten sowie FEZF2 mit möglicher Relevanz für Immunregulation und zukünftige immuntherapeutische Ansätze. Abschließend werden Chancen und Limitationen methylierungsbasierter Liquid-Biopsy-Verfahren diskutiert sowie mögliche zukünftige Kombinationen mit bildgebenden Verfahren und KI-gestützten Analysen zur präziseren und weniger invasiven Brustkrebsfrüherkennung betrachtet.
Degree
thesis:*- Level thesis:degree_level
- thesis.doctoral
- Grantor dc:publisher
- Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
- Year
- 2026
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Krüger, Sandra
- Contributors dc:contributor
-
- Röcken, Christoph
- Maass, Nicolai Henning
Subjects
dc:subject × 34- Mammakarzinom
- Brustkrebsfrüherkennung
- DNA-Methylierung
- Epigenetik
- cfDNA
- Liquid Biopsy
- Methylierungsmarker
- CpG-Inseln
- TLR5
- FEZF2
- TSHZ3
- OTP
- Bisulfitkonvertierung
- ddPCR
- Pyrosequenzierung
- FFPE-Gewebe
- ROC-Analyse
- Sensitivität
- Spezifität
- Biomarker
- Präkanzerosen
- DCIS
- B2/B3-Läsionen
- Molekulare Subtypen
- Tumorbiologie
- Immunantwort
- Immuncheckpoint-Therapie
- Tumormikroumgebung
- Früherkennung
- Präzisionsmedizin
- KI-gestützte Diagnostik
- Mammographie
- Translational Research
- Liquid-Biopsy-Diagnostik
Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://macau.uni-kiel.de/receive/macau_mods_00008320
- OAI identifier oai:identifier
- oai:macau.uni-kiel.de:macau_mods_00008320