Georg-August-Universität Göttingen
Der Einfluss endokriner Disruptoren auf das Fettgewebe der Sprague-Dawley-Ratte
Abstract
dc:descriptionDie Effekte von Dibutylphthalat (DBP), Bisphenol A (BPA), Benzophenon 2 (BP2), Linuron (LIN), Procymidon (PROC) und Östrogen (E2) auf drei unterschiedliche Fettdepots (subkutanes, mesenteriales und paratibiales Fett) sowie auf die Blutserum- Spiegel (Insulin, Glukose, Leptin und IGF-1) der ovarektomierten (ovx) Sprague- Dawley-Ratte. Den endokrin aktiven Substanzen (endokrine Disruptoren, ED) DBP, BPA und BP2 ist es möglich, in vitro an Östrogenrezeptoren (ER) zu binden, den Antiandrogenen LIN und PROC hingegen nicht. Ziel dieser Arbeit war es, mittels rT-PCR zu untersuchen, ob es den Testsubstanzen möglich ist, drei Monate nach oraler Substanzaufnahme die Transkriptionsmenge von ER alpha, ER beta, AhR, IGF-1 und Wnt 10b im Fettgewebe zu beeinflussen. Ferner wurde zu Versuchsende die Menge an Insulin, Glukose, IGF-1 und Leptin aus Dekapitationsblut bestimmt. Die Ergebnisse wurden mit der Kontrollgruppe, die keiner Substanzbelastung ausgesetzt war, und der mit E2 belasteten Gruppe, in Bezug gesetzt. Allen Substanzen, auch den Antiandrogenen LIN und PROC, war es grundsätzlich möglich, die Transkriptionsmenge von ER alpha und ER beta in den verschiedenen Fettdepots zu beeinflussen. Im mesenterialen Fett gelang der Nachweis des ER beta nicht. Den Versuchsergebnissen zufolge modulierten die ED, je nach Fettdepot, die Genexpression des Fremdstoff-metabolisierenden AhR. Ferner besteht die Möglichkeit, dass der AhR in die ER alpha-Regulierung involviert ist. Die gewebseigene IGF-1 Synthese korrelierte im paratibialen Fettgewebe am besten mit Futteraufnahme und Körpergewicht. Zusätzlich konnte festgestellt werden, dass Wnt 10b keinen geeigneten Screeningparameter des Fettstoffwechsels darstellt oder durch die Substanzbelastung in seiner Funktion beträchtlich gestört war. Jeder Behandlungsgruppe war es möglich, relativ konstante Blutglukosespiegel aufrechtzuerhalten. Die Insulinspiegel schwankten aber enorm. Aufgrund der deutlich erhöhten IGF-1-Serumspiegel unter LIN und PROC ist eine hepatogene Wirkung dieser Substanzen nicht auszuschließen. Die Leptinspiegel korrelierten tendenziell mit Fettmasse und Körpergewicht.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Müller, Matthias
- Contributors dc:contributor
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- Wuttke, Wolfgang Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 18Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-706
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-1585-8
webdoc-1585
588956244 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AF3B-B