University of Freiburg
Die Rolle des medialen Septums für die synaptogene Östrogenwirkung am Hippocampus
Abstract
dc:description.abstractSubkortikale Afferenzen sind für den begünstigenden Östrogeneffekt auf die hippocampale Synaptogenese notwendig. Das mediale Septum und Diagonale Band von Broca (MSDB) innerviert den Hippocampus v.a. cholinerg, aber auch GABAerg. <br>Die vorliegende Arbeit sollte untersuchen, ob und wie das MSDB eine Rolle bei der Vermittlung von Östrogeneffekten auf die hippocampale Synapsendifferenzierung spielt. Ovarektomierten Ratten wurde 0,4% 17-beta Östradiol in das MSDB durch ein stereotaktisch eingesetztes Dauerimplantat verabreicht. Tieren der Kontrollgruppe wurde Cholesterin in das MSDB gegeben. Eine Woche nach Eingriff wurden die Gehirne der Ratten zur licht- und elektronmikroskopischen Untersuchung entnommen. <br>Die Auszählung nach der Disector-Methode zeigte eine erhöhte Spinesynapsendichte in der CA1 Region von östrogenbehandelten Ratten. Begleitende Gliareaktionen wurden durch immunhistochemische Färbung auf glial fibrillary acidic protein (GFAP) untersucht. Die semiquantitative Auswertung der Astrogliafortsätze östrogenimplantierter Ratten ergab eine Abnahme der Faserdichte in CA1 und in CA3, jedoch nicht im Gyrus dentatus. Eine Veränderung der Astrozytenzahl wurde nicht beobachtet. <br>Weiter wurde untersucht, welche Neuronengruppe des MSDB bei der Vermittlung der Östrogeneffekte mitwirkt. Hierzu wurden cholinerge Neurone des MSDB einer weiteren Gruppe von Ratten selektiv durch Injektion von 192 IgG-Saporin in den Seitenventrikel eliminiert. Gleichzeitig wurde eine 17-beta Östradiol-gefüllte Kanüle in das MSDB implantiert. Die quantitative elektronmikroskopische Auswertung der Spinesynapsendichte ergab hier keinen Unterschied zu derjenigen der Kontrollgruppe. <br>Die Ergebnisse zeigen, dass das MSDB an synaptogenen Östrogeneffekten am Hippocampus beteiligt ist. Dabei spielen die cholinergen Neurone des MSDB eine essentielle Rolle. Eine Beteiligung GABAerger septohippocampaler Projektionen kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Die Vermehrung von Spinesynapsen geht mit der Vermin-derung umgebender Astrogliafasern einher, eine Reaktion astrozytärer Fortsätze, die nicht die Astrozytenzahl betrifft. Zudem wurde in CA3 eine Faserzunahme nachgewiesen, die für eine Spinesynapsenreaktion auch in dieser Region spricht.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Lam, Thien-Tri
- Contributors dc:contributor
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- Frotscher, Michael
Subjects
dc:subject × 6Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/2243
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:2243