Abstract
dc:description.abstractDie vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Grammatikvermittlung im Englischunterricht. Im Rahmen dessen wird ein Schulbuch (English G 21 A2) daraufhin untersucht ob es kompatibel mit aktuellen Theorien zum Zweitspracherwerb ist. Zu Beginn der Arbeit werden historische und aktuelle Auffassungen zur Grammatikvermittlung zusammengefasst und im Anschluss der aktuelle Rahmenlehrplan auf seine Aussagen hinsichtlich der zu vermittelnden Grammatik im Fremdsprachenunterricht untersucht. Hierbei wird deutlich dass der Rahmenlehrplan des Landes Brandenburg wenige Vorgaben bezüglich der grammatischen Phänomene, die behandelt werden sollen, gibt. Dies erklärt unter anderem den hohen Stellenwert, den Lehrbücher im Fremdsprachenunterricht haben. Sie dienen den Lehrenden als Materialquelle und gleichzeitig als Richtlinie dafür, welche Themen wie und in welcher Reihenfolge unterrichtet werden können. Es folgt eine Übersicht über kognitive Theorien des Zweitspracherwerbs und des Sprachunterrichts, u.a. Krashens Monitorhypothese, R. Ellis‘ Weak Interface Modell oder Pienemanns Processability Theory. Auf der Basis dieser Theorien werden Kriterien für die Gestaltung von Schulbüchern, die einen möglichst aktuellen Erkenntnissen folgenden Grammatikunterricht unterstützen herausgearbeitet. Dazu gehören das Anbieten von viel zielsprachlichem Input, Bereitstellung von Übungen (practice) und bewusstmachenden Aktivitäten (consciousness-raising activities), das Beachten der Erwerbssequenz und das Bereitstellen eines diagnostischen Instruments sodass die Schülerinnen und Schüler herausfinden können, wo sie im Fremdsprachenerwerb stehen und woran sie noch arbeiten müssen. Auch das Anbieten vieler Gelegenheiten zur (individuellen) Wiederholung wird als sehr wichtig herausgestellt. All diese Vorgaben stehen natürlich unter dem Vorbehalt dass Schulbücher den Unterricht nur in begrenztem Maße beeinflussen können und die endgültigen Entscheidungen von den Lehrenden in der Situation getroffen werden. Für den Analyseteil wird eine kommunikative Absicht, die in der Regel im Englischunterricht der Sekundarstufe 1 behandelt wird, herausgegriffen. Es handelt sich dabei um die Fähigkeit, über die Zukunft zu sprechen. Dazu werden zunächst die Möglichkeiten im Englischen über die Zukunft zu sprechen beschrieben und in der didaktischen Analyse für die Vermittlung im Unterricht reduziert. Nach einer Beschreibung des betrachteten Schulbuchs und der Behandlung dieses Themas in diesem Buch wird dies mit den ausgearbeiteten Kriterien verglichen. Hierbei stellt sich heraus, dass das Buch in vielen Punkten durchaus mit aktuellen Zweitspracherwerbstheorien kompatibel ist (z.B. bezüglich des Einarbeitens von Erklärungen zu grammatikalischen Strukturen) in anderen jedoch noch Raum für Verbesserungen besteht (z.B. bezüglich der Fülle des Inputs und der Anzahl an bewusstmachenden Aktivitäten).
Degree
thesis:*- Level thesis:degree_level
- master
- Grantor dc:publisher
- Universität Potsdam
- Year
- 2016
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Fischer, Friederike
- Contributors dc:contributor
-
- Gnädig, Susanne
- Freitag-Hild, Britta
Subjects
dc:subject × 6Rights
dc:rights- Statement dc:rights
-
- CC-BY-NC-ND - Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitungen 4.0 International
Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://publishup.uni-potsdam.de/frontdoor/index/index/docId/39516
- OAI identifier oai:identifier
- oai:kobv.de-opus4-uni-potsdam:39516