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Georg-August-Universität Göttingen

Etablierung eines Plasmid-basierten Testsystems zur funktionellen Messung der zellulären Doppelstrangbruch-Reparaturfähigkeit in hämatopoetischen Zellen

Abstract

dc:description

Veränderungen und Mängel in der individuellen Reparaturkapazität scheinen an der Entstehung der therapieassoziierten akuten myeloischen Leukämie (t-AML) beteiligt zu sein. Polymorphismusstudien deuten an, dass zwischen de-novo- und t-AML ein Unterschied in den verschiedenen Reparatursystemen besteht. Diese Beobachtungen lassen jedoch keine Schlüsse auf die funktionellen Unterschiede zu. Insbesondere Doppelstrangbrüche werden als kritische Primärläsion für die Entstehung von Translokationen angesehen, welche ein typisches Merkmal von Leukämien sind. Ziel dieser Arbeit war daher die Etablierung eines modifizierten Wirtszell-Aktivierungs-Tests zur funktionellen Messung der individuellen zellulären Doppelstrangbruch (DSB)-Reparaturkapazität. In unserem Testsystem wurde das Plasmid pCMVluc durch ein Enzym im Luciferasegen-tragenden Abschnitt einmalig mit glatten Enden geschnitten und mittels Gelelution aufgereinigt. Anschließend wurde das linearisierte Plasmid in Leukämie- respektive primäre Blutzellen von Patienten transfiziert, um deren funktionelle Reparaturkapazität zu untersuchen. Nur durch eine funktionierende korrekte DSB-Reparatur in der Zelle ließ sich das Plasmid so religieren, dass das pCMVluc- Gen abgelesen werden und Luciferase gebildet werden konnte. Dieses wurde durch die Lichtemission als lineare Korrelation der Luciferasemenge detektiert. Diese Methode wurde dahingehend optimiert, dass sie in primären Blutlymphozyten funktioniert und für die Analyse der DSB-Reparatur neu etabliert. Zudem wurde gezeigt, dass die AML-Zelllinie Kasumi-1 und die B-Zell-Lymphom-Zelllinie SU-DHL-4 eine signifikant verminderte DSB-Reparaturkapazität gegenüber den Kontrollzelllinien GM 03715 und AG 10107 aufweisen (6,44 % ± 0,75 %, 4,44 % ± 0,33 % versus 27,35 % ± 1,13 % und 10,79 % ± 0,71%). Demgegenüber waren die Reparaturkapazitäten der T-Zell-Leukämie-Zelllinie CCRF-CEM und der CML-Zelllinie K562 nicht erniedrigt (20,47 % ± 1,64 % und 26,66 % ± 1,25 %). Das in dieser Arbeit etablierte Wirtszellreaktivierungs-Testsystem ist für die Untersuchung der funktionellen Zusammenhänge zwischen (t-)AML-Leukämogenese und veränderter DSB-Reparaturkapazität geeignet. Außerdem besteht potentiell die Möglichkeit der Bestimmung der individuellen Reparaturkapazität eines Patienten vor einer geplanten Chemotherapie, um optimiertes Behandlungskonzept für Hochrisikopatienten hinsichtlich der Verminderung des Auftretens von t-AML zu entwickeln.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Hermann, Julia
Contributors dc:contributor
  • Emmert, Steffen Prof. Dr.
  • Burfeind, Peter Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 13

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-959
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2862-2
webdoc-2862
66420757X
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-B1BD-7

Chain of custody

source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Hermann, Julia. Etablierung eines Plasmid-basierten Testsystems zur funktionellen Messung der zellulären Doppelstrangbruch-Reparaturfähigkeit in hämatopoetischen Zellen. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-B1BD-7