University of Freiburg
Hochdosis-Insulintherapie bei herzchirurgischen Patienten : Entwicklung eines postoperativen Applikationsprotokolls
Abstract
dc:description.abstractHintergrund: Glukose-Insulin-Kalium Infusionen (GIK) verbessern die Erholung der Herzfunktion bei Patienten nach Operationen mit kardioplegem Herzstillstand. Eine postoperative Glukoseverwertungsstörung erschwert die Anwendung. Zielsetzung: Ziel war die Entwicklung eines sicheren Applikationsschemas für eine postoperative Hochdosis-GIK-Therapie. Material und Methoden: Es wurden 21 Patienten eingeschlossen, die mit einer EF<40 und einem Serumkreatininwert<2,0mg/dl einer Herzoperation mit kardioplegem Herzstillstand unterzogen wurden. In Pilotphase 1 (n=9) wurde den Patienten nach Ankunft auf der Intensivstation Glukose mit einer Infusionsrate von 0,1g/kg/h verabreicht, und diese stündlich bis zur Zielinfusionsrate von 0,5g/kg/h gesteigert. Die initialen Infusionsraten für Insulin und Kalium betrugen 0,15IU/kg/h bzw. 0,15mval/kg/h und wurden stündlich angepasst. Nach 12 Stunden sollten Glukose- und Insulininfusion reduziert werden. In Pilotphase 2 (n=7) wurde die Insulininfusion nach 12 Stunden beendet und die Glukoseinfusion auf 50 reduziert . In Pilotphase 3 (n=5) wurde Insulin mit 2,5IU/kg/h für 8h infundiert. Die Glukoseinfusion wurde mit 0.25g/kg/h begonnen, stündlich angepasst und eine Stunde nach dem Beenden der Insulininfusion langsam reduziert. Ergebnisse: Die Anwendung von GIK in der Pilotphase 1 führte zu starken Hyperglykämien (Max 591mg/dl) gefolgt von ausgeprägten Hypoglykämien (Min 28mg/dl). Trotz der Änderungen im Protokoll zeigten sich in Pilotphase 2 identische Verläufe der Serumglukose. Im Gegensatz dazu waren die Serumglukosespiegel in der Pilotphase 3 ausgeglichen. Der Verlauf des Serumkaliums war bei allen Patienten stabil. Es traten keine sonstigen Komplikationen auf. Schlußfolgerung: Die Applikation von Hochdosis-GIK ist durch eine ausgeprägte Glukoseverwertungsstörung erschwert. Das GIK-Protokoll der Pilotphase 3 ermöglicht eine sichere Durchführung einer postoperativen GIK-Therapie ohne abnorme Veränderungen in Glukose- und Kaliumhaushalt.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Bothe, Wolfgang
- Contributors dc:contributor
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- Beyersdorf, Friedhelm
Subjects
dc:subject × 4Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/683
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:683