University of Freiburg
Untersuchungen zur Herztransplantation im Langzeitmodell am Schwein und chirurgische Aspekte zur Xenotransplantation des Schweineherzens
Abstract
dc:description.abstractHintergrund: (I) Ein Modell zur Herztransplantation (HTx) am Schwein im Langzeitversuch ist notwendig, um Fragen zur Myokardprotektion, zur post-OP eingeschränkten Myokardfunktion und zu Spätkomplikationen beantworten zu können. <br>(II) Bisher war unklar, ob anatomische Unterschiede zwischen Mensch und Schwein ein besonderes Vorgehen bei der Implantation des Schweineherzens in den Menschen verlangen. <br>Methoden: (I) Nachdem in Pilotversuchen ein reproduzierbarer Versuchsansatz zur mittelfristigen Beobachtung nach HTx am Schwein realisiert wurde, konnten Schweineherzen über 24 Stunden nach orthotoper HTx bezüglich Hämodynamik, Metabolismus, Histologie und laborchemischer Parameter untersucht werden. <br>(II) Es wurden Schweineherzen in den Situs menschlicher Leichen implantiert. Dabei kamen die biatriale und die bikavale Technik zur Anwendung. <br>Ergebnisse: (I) In den Pilotversuchen konnte eine mittlere Überlebenszeit von 30 h erreicht werden. Häufige Probleme waren ANV und respiratorische Dekompensation. <br>In der 24-Stunden-Versuchsgruppe wurde post-OP ein um 50 vermindertes Herzzeitvolumen festgestellt. Verantwortlich dafür war bei gut erhaltener Kontraktilität eine Erhöhung des Lungengefäßwiderstands. Viele laborchemische und metabolische Parameter deuten auf eine Erholung des Myokards 24 h nach der OP hin. Histologisch wurden kaum Anzeichen für Ischämie gesehen. Die Versuche stellen ein klinisch gut übertragbares Modell dar, das zur Verbesserung der humanen HTx beitragen kann. Dabei sollte post-OP besonders die Senkung des pulmonalen Gefäßwiderstands angestrebt werden. <br>(II) Bei der Implantation des porcinen Herzens in den Menschen können aufgrund der ausgeprägten Querlage des Schweineherzens Probleme auftreten. Der durch den vierbeinigen Gang bedingte unterschiedliche Abgangswinkel der großen Gefäße kann an der Pulmonalarterie und den Hohlvenen zu Abknickungen nach der HTx führen. Bei der Xenotransplantation ist daher die biatriale Technik zu bevorzugen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Siepe, Matthias
- Contributors dc:contributor
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- Beyersdorf, Friedhelm
Subjects
dc:subject × 9Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/417
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:417