University of Freiburg
Klonierung und molekulare Charakterisierung von Deletionsbruchpunkten bei juveniler Nephronophthise Typ 1
Abstract
dc:description.abstractDie juvenile Nephronophthise (NPH), eine autosomal rezessive, cystische Nierenerkrankung, gilt als häufigste genetische Ursache des terminalen Nierenversagens im Kindesalter. In Vorarbeiten war das Gen NPHP1 für Nephronophthise Typ 1 auf Chromosom 2q13 identifiziert worden, welches sich zwischen zwei ca. 330 kb großen, entgegengesetzt orientierten Sequenzduplikationen befand. Es wurde eine 250 kb überspannende, homozygote Deletion der Region bei ca. 80 der Patienten beschrieben. <br>Diese Dissertation beschreibt die molekulare Charakterisierung von Deletionsbruchpunkten bei NPH. Es wurden zwei verschiedene Deletionen untersucht: Die häufige 250 kb Deletion, und eine nur bei einer Familie (F12) beobachtete Deletion von 140 kb. <br>Im Bereich des centromerischen Bruchpunktes der 250 kb Deletion wurde eine partielle Restriktionskarte auf PAC-Klon 62p20 angefertigt. Nach dieser Karte wurde die potentielle Bruchpunktregion kloniert. Dabei wurde zusätzlich zu den oben beschriebenen Sequenzduplikationen eine Duplikation von 45 kb entdeckt, innerhalb derer sich der Bruchpunkt befindet. Neueste Daten (Saunier et. al. 2000) lokalisieren den telomerischen Bruchpunkt in dem Gegenstück der 45 kb Duplikation, welches sich innerhalb der telomerischen invertierten Duplikation von 330 kb befindet. Die Deletionsursache ist in einem ungleichen Crossing over zu suchen. <br>Der centromerische Bruchpunkt von F12 wurde in Intron 2 des NPHP1-Gens innerhalb eines LINE1-Elementes lokalisiert. Der telomerische Bruchpunkt befand sich in der telomerischen 330 kb Sequenzduplikation. Durch Klonierung und Sequenzierung des Junktionsfragmentes wurden beide Bruchpunkte bis auf zwei Guanin-Nucleotide genau bestimmt. Über diese hinaus bestand keine weitere Sequenzhomologie, so daß ungleiches Crossing Over als Deletionsursache ausscheidet. Als Mechanismus wird eine Beteiligung der Topoisomerase II diskutiert, da um beide Bruchstellen eine hohe Anzahl an Topoisomerase-Consensussequenzen gefunden wurde.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Kuntzen, Thomas
- Contributors dc:contributor
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- Hildebrandt, Friedhelm
Subjects
dc:subject × 9Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/416
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:416