Back to results

University of Freiburg

Charakterisierung von Monozyten anhand ihrer Interleukin-10-Produktion und Darstellund der Existenz funktionell unterschiedlicher Subpopulationen (M1/M2) analog den Th1/Th2-Schema

Abstract

dc:description.abstract

In dieser Arbeit wurden Monozyten aus dem Blut gesunder Spender anhand ihrer IL-10-Produktion separiert und anschließend näher charakterisiert. Fragestellung der Arbeit war, ob sich IL-10 produzierende Monozyten funktionell different von der nicht IL-10 produzierenden Subgruppe unterscheiden. Da Vorarbeiten nahe legten, dass das Th2-Zytokin IL-10 und das Th1-Zytokin IL-12 dichotom in Monozyten exprimiert werden, wurden insbesondere die Antigen-präsentierenden Eigenschaften der unterschiedlichen Monozytengruppen untersucht. <br>Wir konnten zeigen, dass sich insbesondere die beiden Monozyten-Subgruppen bezüglich der Beeinflussung von naiven T-Zellen unterscheiden. Naive T-Zellen, welche mit IL-10+ Monozyten im Sinne einer „Mixed-lymphocyte-reaction“ kultiviert wurden, zeigten vermehrt ein Th2-Zytokinmuster. Dass heißt diejenigen naiven T-Zellen, denen über IL-10+ Monozyten Antigen präsentiert wurde, produzierten weniger IFN-gamma, jedoch mehr IL-4, IL-10 und IL-13. Auch das Zytokinmuster der T-Gedächtniszellen war durch die IL-10+ Monozyten zu Gunsten der Th2-Immunantwort verschoben. Wir konnten zeigen, dass sich die Monozyten-Subpopulationen in ihrer Oberflächenmolekülexpression primär nicht unterscheiden lassen. Die autokrine IL-10-Produktion der IL-10+ Monozyten führte nach 24 Stunden zu einer verminderten HLA-DR-Expression. Entsprechend dazu und passend zur IL-10-Produktion zeigten naive T-Zellen die durch IL-10 produzierenden Monozyten aktiviert wurden auch eine verminderte Proliferationsantwort. Monozyten können in vivo zu dendritischen Zellen und Makrophagen differenzieren. Doch unterscheiden sich die beiden analysierten Subtypen auch in ihrer Differenzierungsfähigkeit? Wir zeigten, dass die IL-10+ Monozyten im Gegensatz zu den IL-10- Monozyten seltener zu dendritischen Zellen differenzieren und stattdessen zu Makrophagenähnlichen Zellen ausreifen. Die kultivierten IL-10+ Monozyten exprimierten vielmehr in hohem Maße einen Marker für alternativ aktivierte Makrophagen (PARC). Dies legt nahe, dass die oben genannten funktionellen Unterschiede zwischen den beiden Monozytensubtypen möglicherweise nicht ausschließlich nur auf die unterschiedliche IL-10-Produktion zurück zu führen ist, sondern dass es sich um funktionell verschiedene Monozytengruppen handelt, die neben der differenten IL-10-Produktion noch weitere Unterschiede aufweise. <br>Insgesamt belegt diese Arbeit somit zum ersten Mal, dass analog zum Th1/Th2-Schema funktionell verschiedene Monozyten-Subpopulationen existieren, die als M1-Monozyten (entsprechend klassisch aktivierten Makrophagen) und M2-Monozyten (entsprechend alternativ aktivierten Makrophagen) bezeichnet werden können.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Markert, Anna
Contributors dc:contributor
  • Luttmann, Werner

Subjects

dc:subject × 4

Identifiers

dc:identifier.*
Repository record source_url
https://freidok.uni-freiburg.de/data/2453
OAI identifier oai:identifier
oai:freidok.uni-freiburg.de:2453

Chain of custody

source
Harvested from
University of Freiburg
Base URL
freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Markert, Anna. Charakterisierung von Monozyten anhand ihrer Interleukin-10-Produktion und Darstellund der Existenz funktionell unterschiedlicher Subpopulationen (M1/M2) analog den Th1/Th2-Schema. https://freidok.uni-freiburg.de/data/2453