Back to results

University of Freiburg

Erstellung und Erprobung eines wissensbasierten Systems zur Unterstützung der Labordiagnostik der Thrombophilie

Abstract

dc:description.abstract

Bei der vorliegenden Arbeit wurde ein wissensbasiertes System für die Erstellung von Befundvorschlägen in der Thrombophilie-Diagnostik mit Hilfe der Notation Pro.M.D. erstellt.<br><br>Besonders bei der Gerinnungsdiagnostik ist es erforderlich, zielgerichtet und rationell weiterführende Untersuchungen anzuschließen. Deshalb ist es für den Gerinnungsexperten, hinsichtlich der Anforderung, die hohe Anzahl an gewünschten Befunden mit gleichbleibender Qualität zu verfassen, eine Erleichterung, durch diese Wissensbasis (WB) einen Vorschlag für eine Befundinterpretation zu erhalten. In Zusammenarbeit mit einem großen Speziallabor wurden über 7.500 Befunde aus der täglichen Routine und sehr komplexe Befunde in diese WB eingebaut. Um eine Rückkopplung für die Leistungsfähigkeit der WB zu bekommen, wurden immer wieder Routineläufe durch das wissensbasierte System befundet.<br><br>Im Vergleich zur Liquor-WB erscheint die Gerinnungs-WB komplexer und kompakter. Bei der Erstellung des Befundvorschlages wird bei der Liquor-WB eine sinnvolle Aneinanderreihung von Texten zu jedem einzelnen Parameter erstellt. Bei dieser Gerinnungs-WB wurde der Komplexität der Gerinnungsanalyse dadurch Rechnung getragen, dass zusammenhängende Konstellationen verschiedener Parameter in Gruppen zusammengefasst und einem speziellen Befundungstext zugeordnet werden. <br><br>Das Alter und Geschlecht der Patienten, Antithrombin III, Quick, aktivierte partielle Thromboplastinzeit, Protein C, Protein S, Resistenz gegen akt. Protein C (APCR), Faktor V-Mutation, Faktor II-Mutation, Lupus Antikoagulans, Cardiolipin-Antikörper und Heparin assoziierte Antikörper werden von der WB berücksichtigt.<br><br>Besonderen Wert bei dem wissensbasierten System wurde auf eine feine Abstufung zur Einordnung des Wertes der APCR unter Berücksichtigung der Bestimmung der Faktor V-Mutation gelegt. <br><br>Aufgrund der flexiblen Angleichung an andere Referenzwerte ist eine Einbindung des wissensbasierten Systems an andere Laboratorien sehr gut möglich. Die Pflege der WB ist durch die Anordnung nach Befundkonstellationen in der Befundungsdatei erleichtert. Bei der Einarbeitung neuer Erkenntnisse können betroffene Befundkonstellationen problemlos gefunden und die entsprechenden Befundungstexte umgeschrieben werden.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Schmalz, Markus Oliver
Contributors dc:contributor
  • Trendelenburg, Christian

Subjects

dc:subject × 8

Identifiers

dc:identifier.*
Repository record source_url
https://freidok.uni-freiburg.de/data/2437
OAI identifier oai:identifier
oai:freidok.uni-freiburg.de:2437

Chain of custody

source
Harvested from
University of Freiburg
Base URL
freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Schmalz, Markus Oliver. Erstellung und Erprobung eines wissensbasierten Systems zur Unterstützung der Labordiagnostik der Thrombophilie. https://freidok.uni-freiburg.de/data/2437