University of Freiburg
Genomweite Kopplungsanalyse in Familien mit variablem Immundefektsyndrom
Abstract
dc:description.abstractIn der vorliegenden Arbeit wurde eine genomweite Kopplungsanalyse zur Erforschung des Gendefekts des Variablen Immundefektsyndroms (CVID), der selektiven Immunglobulin-A-Defizienz (sIgAD) und der Dysgammaglobulinämie durchgeführt. <br>Der erste Schritt bestand in der Evaluation von 48 in der Universitätsklinik Freiburg betreuten CVID-Patienten, mit dem Ziel, familiäre Patienten für die Kopplungsanalyse zu identifizieren. Durch ausführliche Erhebung der Eigen- und Familienanamnese dieser Patienten und anschließender Bestimmung der Immunglobulinspiegel ihrer Verwandten wurden drei Familien mit autosomal-dominant vererbtem CVID, sIgAD und Dysgammaglobulinämie identifiziert, die aufgrund ihres ähnlichen klinischen Phänotyps und ihrer Größe für die Kopplungsanalyse ausgewählt wurden. Aus diesen drei Familien wurden 23 Individuen gewählt, deren DNA mittels PCR mit über 200 Mikrosatellitenmarkern amplifiziert wurde. Die amplifizierte Mikrosatelliten-DNA verteilte sich in gleichmäßigen Abständen von ca. 20 cM über das gesamte Genom. Ausgenommen waren das X- und Y- Chromosom. Nach Auswertung der Allellängen der amplifizierten Mikrosatellitenmarker erfolgte die Haplotypenanalyse, mit der die krankheitsspezifischen Haplotypen und damit die vorläufigen Kopplungsregionen jeder Familie identifiziert werden konnten. Die vorläufigen Kopplungsregionen wurden anschließend durch Analyse weiterer Mikrosatellitenmarker mit kleinstem Marker-Marker-Abstand (Feinkartierung) und andererseits durch Nachtypisierung der DNA von weiteren gesunden Familienmitgliedern überprüft. Dadurch konnte für die Familien 1 und 2 Kopplung auf dem kurzen Arm von Chromosom 5 (0 - 11,85 cM) mit einem für heterogene Erkrankungen signifikanten Lod-Wert von 3,35 aufgezeigt werden. Diese Region wurde im Rahmen dieser Arbeit erstmals als Kandidatengenregion für CVID, sIgAD und Dysgammaglobulinämie beschrieben. Für Familie 4 konnte Kopplung auf die bereits publizierte HLA-Region auf Chromosom 6p (42,27 - 100,0 cM) gezeigt werden. <br>Im Anschluss an die Identifikation der Kopplungsregionen wurde unter Zuhilfenahme von Gendatenbanken in der Region auf Chromosom 5p nach Kandidatengenen für Dysgammaglobulinämie gesucht. Hierbei wurde PDCD6, welches für ein apoptose-assoziiertes Ca2+-Bindeprotein kodiert, als bester Kandidat für die Dysgammaglobulinämie betrachtet. PDCD6, ebenfalls unter dem Namen Alg-2 bekannt, umfasst sechs Exone, die im Rahmen dieser Arbeit sequenziert wurden. Es konnte jedoch keine Mutation innerhalb der Exone identifiziert werden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Amtage, Dorothee Ulrike
- Contributors dc:contributor
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- Peter, Hans-Hartmut
Subjects
dc:subject × 6Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/2015
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:2015