University of Freiburg
Evaluation wachstumsfaktor-vermittelter Myokardrevaskularisation am porcinen, chronisch ischämischen Myokard : eine histologische Studie
Abstract
dc:description.abstractDie Induktion einer Revaskularisation durch angiogenetisch wirksame Wachstumsfaktoren bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen zeigt heute vielversprechende Ansätze. Das Ziel unserer Studie war, die Auswirkung einer Therapie mit FGF-2 und VEGF-A121 auf das Gefäßwachstum (Angio- und Arteriogenese) bei chronischer Myokardischämie im porcinen Modell zu untersuchen. <br>Methoden: Eine Woche nach Anlegen einer hochgradigen, proximalen RIVA-Stenose erfolgte eine intramyokardiale Applikation von 500 µg rhFGF-2 (n = 6), 2 mg phFGF-2 (n = 7), 2 mg phVEGF-A121 (n = 6) und einer Pufferlösung als Placebo (n = 3) in das ischämische Areal. Als weitere Kontrollen dienten nicht therapierte ischämische (n = 5) und gesunde Tiere (n = 5). Drei Monate später erfolgte nach immunhistochemischer Doppelfärbung mit dem Anti-von-Willebrand-Faktor und dem Anti-Smooth-Muscle-Actin eine Quantifizierung der Kapillaren und Arteriolen. <br>Ergebnisse: In allen Therapiegruppen konnten wir eine signifikante Steigerung der Kapillardichte im Vergleich zu der ischämischen Kontrollgruppe zeigen (p = 0,009 vs. rhFGF-2; p = 0,003 vs. phFGF-2; p = 0,017 vs. phVEGF-A; p = 0,036 vs. Placebo). Einen Unterschied zwischen den Gruppen und gegenüber den gesunden Tieren konnten wir allerdings nicht feststellen. Eine Therapie mit rhFGF-2 und phFGF-2 verursachte ferner eine signifikante Steigerung der Arteriolendichte im Vergleich zur ischämischen Kontrollgruppe (beide p = 0,003). Darüber hinaus war die in der phFGF-2-Gruppe ermittelte Arteriolendichte verglichen mit den gesunden Tieren ebenfalls signifikant erhöht (p = 0,03). Eine phVEGF-A-Applikation verfehlte dagegen knapp das Signifikanzniveau gegenüber der Ischämie (p = 0,052). Zwischen den Therapiegruppen bestanden auch bezüglich der Arteriolendichte keine Unterschiede. <br>Zusammenfassung: In einem porcinen Modell chronisch myokardialer Ischämie steigert eine Therapie mit FGF-2 unabhängig von seiner Applikationsform (Protein oder Plasmid) sowohl die Kapillar-, als auch die Arteriolendichte. Eine Plasmid-vermittelte VEGF-A121-Therapie bewirkt ausschließlich eine Zunahme der Kapillaren. Unsere Ergebnisse konnten die Theorie bestätigen, daß VEGF eine Angiogenese unterstützt, während FGF-2 neben einer Angiogenese auch eine Arteriogenese induziert.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Schlegel, Kerstin Friederike
- Contributors dc:contributor
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- Zentner, Josef
Subjects
dc:subject × 7Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1114
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1114