Georg-August-Universität Göttingen
Der Einfluss des eNOS- Polymorphismus 894 G/T auf das Auftreten und den Schweregrad eines Lungenversagens
Abstract
dc:descriptionZiel dieser klinischen Studie ist es, zu überprüfen, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten sowie dem Schweregrad eines Lungenversagens und dem Polymorphismus 894G/T der endothelialen NO- Synthase gibt. Bei dem vorliegenden Polymorphismus handelt es sich um einen Austausch der Basen Guanin zu Thymin, was wiederum einen Aminosäurenaustausch von Glutamat nach Aspartat nach sich zieht. Dieser Aminosäurenaustausch bewirkt eine verminderte Enzymaktivität und damit auch eine verminderte NO- Konzentration im Bereich der venösen und arteriellen Gefäße. Bislang konnte bei verminderten NO- Konzentrationen bewiesen werden, dass die physiologischen Wirkungen des NO wie z.B. die Gefäßprotektion sowie die Hemmung einer Thrombosebildung eingeschränkt bis sogar aufgehoben ist und es schneller zu kardiovaskulären, aber auch pulmonologischen Erkrankungen kommen kann. In dieser Studie wurden 500 Patienten untersucht, welche sich einer Operation mit Anschluss an die HLM unterziehen mussten oder aber eine Langzeitbeatmung stattgefunden hatte. Die Genotypisierung erfolgte mittels einer PCR, woraufhin sich drei Gruppen ergaben- homozygote G- Allelträger, heterozygote GT- Allelträger und homozygote T- Allelträger. Als Signifikanzniveau wurde ein p- Wert von <0,05 festgelegt. In der Gesamtschau der Ergebnisse lässt sich feststellen, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Polymorphismus und dem Auftreten eines Lungenversagens gibt. In allen drei Genotypgruppen kommt es zum Auftreten eines Lungenversagens, wenn auch in unterschiedlich starker Ausprägung, allerdings wird nicht das gesetzte Signifikanzniveau erreicht. Hinsichtlich der Mortalität in den einzelnen Gruppen ergib sich jedoch ein signifikantes Ergebnis. In der Gruppe der homozygoten T- Allelträger ist eine deutlich erhöhte Mortalität von 30% nach elektiv durchgeführten Eingriffen zu verzeichnen. Allerdings ist die Gruppe der eingeschlossenen homozygoten T- Allelträger sehr klein und somit nur eingeschränkt aussagekräftig. Insgesamt kann also kein direkter Zus ammenhang festgestellt werden, wobei die Studie einigen Einschränkungen unterliegt. Nicht sicher auszuschließen ist ein Einfluss eines benachbarten Polymorphismus auf die Ergebnisse. Zudem unterliegt die Verteilung der Genotypen nicht dem HWG.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Janssen, Gesine
- Contributors dc:contributor
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- Hinz, José PD Dr.
- Bickeböller, Heike Prof. Dr.
- Criée, Carl-Peter Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 10Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-800
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2488-5
webdoc-2488
633539929 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AF96-0