Georg-August-Universität Göttingen
Immunhistochemische Charakterisierung von neugebildeten Geweben im Bereich von interventionell eingesetzten Okkludern für den Verschluss von angeborenen Septumdefekten des Herzens
Abstract
dc:descriptionImmunhistochemische Charakterisierung von neugebildeten Geweben im Bereich von interventionell eingesetzten Okkludern für den Verschluss von angeborenen Septumdefekten des HerzensDie Sicherheit und Effektivität interventionell eingesetzter Okkluder zur Behandlung septaler Defekte ist bisher vielfach untersucht worden. Hinsichtlich der Biokompatibilität entsprechender Verschlusssysteme liegen nur wenige Daten vor. Mit Hilfe immunhistochemischer Färbemethoden untersuchten wir Gewebereaktionen an einer humanen Serie von explantierten septalen Verschlusssystemen. Die Vorhof- und Ventrikelseptumokkluder wurden nach operativer Entfernung (Amplatzer n = 7; Cardioseal/Starflex n = 3) anhand eines einheitlichen Protokolls (Implantationszeit von 5 Tagen bis 4 Jahren) bearbeitet. Dies beinhaltete die Fixierung der Implantate in Formalin und die Einbettung in Methylmetacrylate. Mit Hilfe einer Diamantsäge und eines Rotations-Schleifautomaten wurden Schleif-Schnitte mit erhaltener Metall-Gewebe-Grenzfläche für die anschließenden histologischen Untersuchungen hergestellt. Die immunhistochemischen Färbungen erfolgten anhand konventioneller Protokolle. Oberflächliche Zellen zeigten eine positive Anfärbung für von Willebrand Faktor. Neben Bestandteilen der extrazellulären Matrix fanden sich fibroblastenähnliche Zellen in den neugebildeten Geweben. In diesen Zellen konnten in Abhängigkeit der Implantationsdauer Reifungszellenmarker für glatte Muskelzellen (smooth muscle actin, smooth muscel myosin, h-caldesmon, desmin) identifiziert werden. Im neuformierten Gewebe fanden sich typische immunhistochemische Muster für kleine Gefäße und Kapillare. Inflammatorische Zellen wurden als Makrophagen (CD 68+) sowie als B- und T-Lymphozyten (CD3+ und CD79+) identifiziert. Eine zeitabhängige Ausreifung fibromuskulärer Zellen wurde im neugebildeten Gewebe beobachtet. In allen Implantaten mit einer Implantationszeit von mehr als 10 Wochen fand sich eine Endothelialisierung der Oberfläche. Dieses Ergebnis unterstützt die übliche klinische Praxis der antikoagulatiorischen oder thrombozytenaggregationshemmenden Therapie für 6 Monate nach einer Implantation. Sie dient der Vermeidung möglicher thrombembolischer Ereignisse du rch Thrombusauflagerungen auf den Implantaten.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Foth, Rudi
- Contributors dc:contributor
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- Sigler, Matthias PD Dr.
- Seipelt, Ralf PD Dr.
Subjects
dc:subject × 14Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-798
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2465-7
webdoc-2465
630776407 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AF94-3