Georg-August-Universität Göttingen
Expression and function of erythropoietin and its receptor in invertebrate nervous systems
Abstract
dc:descriptionDie vorliegende Doktorarbeit liefert erste Hinweise für das Vorhandensein eines Erythropoietin/Erythropoietinrezeptor (EPO/EPOR) Signalsystems im Nervensystem von Invertebraten (Kapitel 2) und weist einen neuroprotektiven und neuroregenerativen Effekt von humanen EPO auf neuronale Zellen von Insekten in vivo (Kapitel 3) und in vitro (Kapitel 4) nach, die bisher nur im Nervensystem von Wirbeltieren beschrieben wurde. Da auch Gliazellen im EPO/EPOR Signalsystem von Vertebraten eine wichtige Rolle spielen, jedoch nur wenig über diesen Zelltyp bei Insekten bekannt ist, wurde zuvor die Verteilung von Gliazellen und das Glia/Neuronen-Verhältnis in Gehirnen von Locusta migratoria bestimmt. Des Weiteren wurden das Überleben, die Morphologie und mögliche Funktionen von Glia in Primärkulturen aus Heuschreckengehirnen untersucht (Kapitel 1). Kapitel 1: Das Verhältnis von Gliazellen zu Neuronen beträgt sowohl in intakten Gehirnen von L. migratoria (4. Nymphenstadium) als auch in frischen Primärkulturen der Gehirne 1:2. Mit zunehmender Dauer der Kultivierung vermindert sich der Anteil der Gliazellen innerhalb der ersten 5-6 Tage. Gliazellen behalten in vitro ihre Mobilität und die Fähigkeit, andere Zellen zu phagozytieren. Des Weiteren wurde eine Unterscheidung zwischen lebenden/gesunden und toten Zellen auf Grundlage von DAPI-Kernfärbungen etabliert. Weitere Analysen zeigten, dass sich tote Zellen vom Boden der Kulturschale ablösen und bei nachfolgenden Analysen nicht mehr erfasst werden. Dies könnte zu Fehlinterpretationen von Studien führen, die das Überleben von Zellen unter bestimmten Kulturbedingungen untersuchen. Kapitel 2: Mit Hilfe von Antikörpern, die gegen humanes EPO und den murinen EPOR entwickelt wurden, konnten sowohl Zellkörper als auch Neuriten in den zentralen Nervensystemen von Anneliden ( Hirudo medicinalis ), Crustacean (Procambarus spec.) und Insekten (Drosophila melanogaster, Locusta migratoria) gefärbt werden. Western Blot Analysen von Invertebratennervengewebe zeigten Proteinbanden mit ähnlicher Größe, wie sie für die entsprechenden Proteine von Vertebraten beschrieben wurden. Kapitel 3: Quetschung des peripheren Nervs N5 bei Chorthippus biguttulus induziert die Expression von iaEPOR in zentralen Bereichen des Metathorakalganglions. Die Gabe von rekombinantem, humanen EPO verbessert die axonale Regeneration der auditorischen Rezeptorfasern und führt zu einer schnelleren funktionellen Regeneration der akustischen Orientierung. Kapitel 4: Die Gabe von humanem, rekombinanten EPO fördert das Überleben von primärkultivierten Hirnneuronen von L. migratoria und Drosophila BG2 Zellen und schützt die Zellen vor hypoxischer Schädigung. Die Dosis-Wirkungskurve des protektiven Effekts von humanem EPO entspricht einer Optimumskurve. Zusätzlich konnte gezeigt werden, dass EPO das Neuritenwachstum kultivierter Hirnneurone von L. migratoria fördert. Beide Effekte wurden zuvor für Wirbeltierneurone nachgewiesen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Gocht, Daniela
- Contributors dc:contributor
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- Heinrich, Ralf Prof. Dr.
- Ehrenreich, Hannelore Prof. Dr. Dr.
Subjects
dc:subject × 13Rights
dc:rights- Language dc:language
- eng
Identifiers
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urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2376-3
webdoc-2376
621468126 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AD91-4