Georg-August-Universität Göttingen
Biologische Vielfalt weltweit und regional erhalten - Einflussfaktoren für Handlungsbereitschaften von Schüler(inne)n der Sekundarstufen I und II
Abstract
dc:descriptionObwohl die zentrale Rolle von Bildungskonzepten auf dem Weg zu einem verantwortungsvollen Umgang mit biologischer Vielfalt seit längerem hervorgehoben wird (vgl. CBD 1992), besteht im Hinblick auf die Entwicklung dafür erforderlicher Interventionsprogramme ein hoher Forschungsbedarf. Für eine Förderung von Handlungsbereitschaften zum Schutz der weltweiten und regionalen biologischen Vielfalt ist es z.B. wichtig zu wissen, welche Faktoren diese Handlungsbereitschaften beeinflussen und inwiefern diese Engagementbereitschaften unterschiedlich motiviert sind. Eine zielgruppen-orientierte Ansprache erfordert zudem Erkenntnisse darüber, welche Rolle dem Geschlecht und dem Alter zukommt. Basierend auf einer Vor- und Hauptstudie stellt die vorliegende Arbeit daher speziell die Erklärung weltweiter und regionaler biodiversitätsbezogener Handlungsbereitschaften von Schüler(inne)n der Sekundarstufen I und II (Vorstudie: n = 196; Hauptstudie: n = 444) in den Mittelpunkt. Zusätzlich wurde untersucht, inwieweit sich geschlechts- und altersspezifische Einflüsse auf biodiversitätsbezogene Handlungsbereitschaften, Interesse an der Natur, Gefährdungsbewusstsein über die Natur, die Verantwortung für den Schutz der Natur sowie auf Naturerfahrungen auswirken. Unter Einbezug des Modells zur Erklärung naturschützender bzw. naturgefährdender Bereitschaften und Entscheidungen (Kals, Schumacher & Montada 1998) wurde ein Fragebogen entwickelt. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Handlungsbereitschaften im weltweiten und regionalen Kontext zum Teil unterschiedlich motiviert sind: Emotionales Naturinteresse und erkundende Naturerfahrungen konnten z.B. als ausschließlich bedeutsam für den regionalen Biodiversitätsschutz identifiziert werden. Das Alter hingegen ist ausschließlich von Bedeutung für den weltweiten Biodiversitätsschutz. Wertbezogenes Naturinteresse sowie internale Verantwortung erweisen sich als bedeutsam für beide Handlungsbereitschaften. Zusätzlich konnten Alters- und Geschlechtseinflüsse nachgewiesen werden: Schülerinnen der Klassenstufen 7/8 und 11/12 zeichnen sich durch ein höheres Engagement im Hinblick auf den Schutz biologischer Vielfalt aus. Zudem sind Schüler(innen) der Sekundarstufe I naturinteressierter und sehen die Verantwortung für den Schutz der Natur stärker bei sich als bei externen Instanzen (z.B. der Industrie). Ableitend von den Ergebnissen sollten zukünftige Interventionen neben Naturerfahrungen zudem auf Fragen der eigenen Verantwortlichkeit sowie die Schaffung eines Bewusstseins hinsichtlich des Erhalts und der nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt fokussieren.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Leske, Sylvia
- Contributors dc:contributor
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- Bögeholz, Susanne Prof. Dr.
- Grube, Dietmar Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 14Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
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- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AD68-2