Georg-August-Universität Göttingen
Förderung selbstregulierten Lernens im Unterricht: Herausforderungen, Ansatzpunkte, Chancen
Abstract
dc:descriptionAusgehend von Forschungsergebnissen, die auf einen positiven Einfluss selbstregulierten Lernens auf schulische Leistungen hindeuten, war das Ziel der vorliegenden Arbeit, verschiedene Ansätze der Selbstregulationsförderung im regulären Unterricht aufzuzeigen. Die untersuchten Ansätze unterschieden sich hinsichtlich der Art der Integration der Förderung in den Unterricht und den Inhalten bzw. den spezifischen Wirkfaktoren der Intervention.In einer ersten Studie wurde die Wirksamkeit der Integration von Elementen der Förderung selbstregulierten Lernens (Zielsetzung, Motivation, Lernstrategien, Selbstreflexion, volitionale Strategien) in eine curricular valide Unterrichtseinheit im Fach Naturwissenschaften überprüft. An der Studie nahmen 199 Schüler(innen) der siebten Jahrgangsstufe einer Gesamtschule teil. Die Evaluation zeigte, dass die Intervention zu einem Anstieg selbstregulierten Lernens in der Trainingsgruppe führte und dass dieser Vorteil gegenüber der Kontrollgruppe zeitlich stabil war. Trotz reduzierter Unterrichtszeit für fachbezogene Inhalte wurde unter der Bedingung mit Selbstregulationsanregungen fachlich ebenso viel gelernt wie in der Vergleichsgruppe. Im Follow-up lag die fachbezogene Leistung der trainierten Schüler(innen) sogar deutlich über der Leistung der Vergleichsgruppe. Differentielle Analysen ergaben, dass Schüler(innen) mit unterschiedlichen Ausgangsvoraussetzungen im selbstregulierten Lernen sowie Schüler(innen) mit Migrationshintergrund vergleichbar gut von der Förderung angesprochen wurden.In einer zweiten Studie ging es um die Identifikation von selbstregulationsförderlichen Merkmalen der Instruktion, die unabhängig von strukturierten Trainingsprogrammen in den regulären Unterricht integriert werden können. Der Einfluss von Feedback und Bewertungsstandards auf die Selbstregulation und den Erwerb einer neuen mathematischen Fähigkeit wurde bei 90 Fünftklässler(inne)n untersucht. Die im Rahmen der Studie eingesetzte Form des graphisch dargestellten Feedbacks beeinflusste sowohl metakognitive Fähigkeiten als auch den Fähigkeitserwerb positiv. Die Ergebnisse deuteten zudem auf einen Einfluss von Bewertungsstandards auf motivationale Aspekte hin.Die Arbeit dokumentiert, dass eine wirksame Förderung selbstregulierten Lernens im Unterrichtskontext auf verschiedenen Ebenen ansetzen und im Hinblick auf das Inhaltsspektrum variieren kann. Die spezifischen Herausforderungen und Chancen der beiden dargestellten Ansätze werden methodenkritisch diskutiert und Implikationen für die Praxis aufgezeigt.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Labuhn, Andju Sara
- Contributors dc:contributor
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- Hasselhorn, Marcus Prof. Dr.
- Bögeholz, Susanne Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 12Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-266
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-1837-8
webdoc-1837
587187417 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-ACFB-2