Georg-August-Universität Göttingen
Charakterisierung zellulärer Immunantworten von mit SIV immunisierten und infizierten Makaken
Abstract
dc:descriptionDie HIV-Infektion und die daraus resultierende AIDS-Erkrankung sind eine globale Herausforderung für die Menschheit. Für präklinische Studien zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen diese Virusinfektion und für entsprechende Pathogenesestudien repräsentiert die Infektion von Makaken mit dem Affenimmundefizienzvirus (SIV) das wichtigste Tiermodell.In der vorliegenden Arbeit wurden in diesem Tiermodell drei Prime-Boost -Immunisierungsprotokolle, die hinsichtlich der Vektorkombinationen und Applikationsrouten variierten, auf ihre Immunogenität und Wirksamkeit gegenüber einer SIV-Infektion untersucht. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Vergleich der differenzierenden ICS-Technik zum Nachweis virusspezifischer T-Zellimmunantworten mit der bislang verwendeten ELISPOT- Technik. Weiterhin wurden verschiedene T-Zellpopulationen des Blutes und ihre Veränderungen nach SIV-Exposition mit der polychromatischen Durchflusszytometrie charakterisiert. Keine der Immunisierungsstrategien schützte die Impflinge vor einer SIV-Infektion, allerdings war ihre Viruslast in der akuten Infektionsphase im Vergleich zu Kontrolltieren zehnfach reduziert und es kam nicht zu einem infektionsbedingten Verlust von Gedächtnis-T-Zellen. Im direkten Vergleich der mittels ELISPOT- und ICS-Technik erhobenen Daten der zweiten und dritten Versuchsreihe war in den Impflingen nach der Belastungsinfektion eine erhöhte IFNγ-Freisetzung durch virusspezifische T-Lymphozyten im Gegensatz zu den Kontrolltieren zu beobachten. Weiterhin gelang es, sogenannte polyfunktionale T-Lymphozyten, die gleichzeitig mehrere Zytokine sezernieren, in Impflingen der dritten Versuchsreihe nach Belastungsinfektion nachzuweisen. In chronisch SIV-infizierten Tieren, die langfristig eine sehr niedrige Viruslast aufwiesen, waren virusspezifisch proliferierende und polyfunktionale T-Zellen vorhanden, während diese in Tieren mit hoher Viruslast fehlten.Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit ermöglichen es, in zukünftigen Modellstudien zur Prophylaxe und Pathogenese zelluläre Immunantworten differenzierter zu charakterisieren und dadurch potentielle Immunkorrelate aufzuzeigen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Schulte, Reiner
- Contributors dc:contributor
-
- Hunsmann, Gerhard Prof. Dr.
- Fritz, Hans-Joachim Prof. Dr.
- Sopper, Sieghart PD Dr.
Subjects
dc:subject × 20- 570 Biowissenschaften, Biologie
- Biologie
- Rhesusaffe
- SIV
- Impfstoff
- Gedächtnis-T-Zellen
- Lymphozyten
- intrazelluläre Zytokinfärbung
- ICS
- rhesus monkey
- simian immunodeficiency virus
- vaccine
- memory T-cells
- lymphocyte
- intracellular cytokine staining
- 42.32
- 44.45
- 46.52
- WUZ 500: Virologie, Virus {Mikrobiologie}
- MED 334: Infektionskrankheiten
Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
-
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-244
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-1638-3
webdoc-1638
587185554 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-ACE5-1