University of Freiburg
Genodiversität von infektionsassoziierten Staphylococcus aureus-Isolaten inner- und außerhalb von Krankenhäusern
Abstract
dc:description.abstractHauptziel dieses Projekts war die Bestimmung der Genodiversität von Staphylococcus aureus-Isolaten aus ambulant und nosokomial erworbenen Infektionen im Großraum Freiburg. Es wurden nach primärer kultureller Identifikation 207 Methicillin-sensible S. aureus (MSSA) und 104 Methicillin-resistente S. aureus (MRSA) mit der mecA femB Duplex-PCR untersucht. Dabei erwies sich die primäre kulturelle Identifikation bezüglich der Speziesidentifikation und der Oxacillinresistenzbestimmung als unzuverlässiger. Je 50 MSSA und 50 MRSA aus dem ambulanten und nosokomialen Bereich wurden mittels der Pulsed-field Gelelektrophorese (PFGE) typisiert. Dabei konnten bei den ambulanten MSSA 26 Genotypen unterschieden werden. Bei den nosokomialen MSSA ergaben sich 24 Genotypen, bei den ambulanten MRSA 13 Genotypen und bei den nosokomialen MRSA 11 Genotypen. Damit wiesen die MRSA insgesamt eine niedrigere genetische Diversität als die MSSA auf. Die nosokomialen MRSA waren außerdem genetisch weniger divers als die ambulanten MRSA. Zwei MRSA-Genotypen A und B dominierten sowohl im ambulanten als auch im nosokomialen Bereich. Typ A zeigte sich als dem sogenannten „epidemischen Rhein-Hessen-Stamm“ zugehörig. Typ B ist dem Fragmentmuster nach in die weitere Verwandtschaft eines Epidemiestammes aus Frankreich einzuordnen. Die Untersuchung auf eine mögliche S. aureus-Transmission im Universitätsklinikum Freiburg ergab bei der Mehrzahl der nosokomialen Isolate der vorherrschenden MRSA- und MSSA-Genotypen keine räumlich-zeitliche Assoziation der stationären Aufenthalte der betroffenen Patienten. Bei insgesamt 70 der Patienten mit ambulanten MRSA konnte ein stationärer Krankenhausaufenthalt innerhalb eines Jahres vor Keimisolation nachgewiesen werden. Bei den prädominierenden Genotypen A und B lag die Vorhospitalisationsrate höher als bei den nicht epidemisch auftretenden Genotypen. Die Genotypen A und B können somit im wesentlichen als typische krankenhauserworbene Keime angesehen werden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Klauser, Marei
- Contributors dc:contributor
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- Daschner, Franz
Subjects
dc:subject × 10Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/796
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:796