University of Freiburg
Die Expression und Lokalisation von Matrix Metalloproteinasen (MMP) und ihrer spezifischen endogenen Inhibitoren (TIMP) in menschlichen primären Gehirntumoren
Abstract
dc:description.abstractZiel dieser Studie war, ein Profil der Expression und Aktivierung von Matrix Metalloproteinasen (MMP) und ihrer spezifischen Inhibitoren (TIMP) in primären menschlichen Gehirntumoren zu beschreiben, und die Proteine im Gewebe zu lokalisieren. Ausganshypothese war, dass es bei der malignen Progression von Gliomen zu einer Zunahme der invasionsvermittelnden MMP und zu einer Abnahme der sie inhibierenden TIMP kommen würde. Untersucht wurden drei niedriggradige Astrozytome, zwei anaplastische Astrozytome, vier Glioblastome und drei Medulloblastome im Vergleich mit normalem Gehirngewebe als Kontrolle. Methodisch kamen zum Einsatz: Northern blot, PCR, Zymographie, Immunhistochemie einschließlich Fluoreszenzmarkierung und Auswertung mit dem Konfokalen Laserscanning Mikroskop.Es zeigte sich für mt1-MMP und Gelatinase A eine Zunahme der jeweiligen mRNA Spiegel mit dem Malignitätsgrad. Gelatinase B und TIMP-1 waren in den Glioblastomen erhöht. Mt2-MMP und TIMP-2 waren in allen Proben etwa gleich stark exprimiert, mt3-MMP, mt4-MMP und TIMP-3 waren in allen Proben etwa gleich schwach exprimiert. In keinem der Tumoren wurden signifikante Mengen von Kollagenasen (1-3), Stromelysinen(1-3), Matrilysin, Metalloelastase und RASI gefunden. Mt1-MMP, Gelatinase A und B, sowie TIMP-1 und –2 waren überwiegend in den Tumorzellen, vereinzelt auch im Endothel der Blutgefäße und Leukozyten lokalisiert. Mt1-MMP zeigte sich ausschließlich in der Zellmembran, die anderen im Zytoplasma. Ein desmoplastisches Medulloblastom war in zweifacher Hinsicht einzigartig: Es zeigte umgekehrte Verhältnisse von mt2-MMP mRNA (nicht nachweisbar) und Gelatinase A mRNA (extrem hoch) im Vergleich zu den beiden anderen Medulloblastomen. Außerdem war die Verteilung der MMP-Proteine innerhalb des Tumors heterogen: Die zellreichen mesenchymalen Trabeculae der Tumorzellen zeigten eine starke Immunfärbung für Gelatinase A, wobei die neuroektodermalen Areale sich überwiegend mit mt1-MMP färbten.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Lampert, Klaus B. J.
- Contributors dc:contributor
-
- Volk, Benedikt
Subjects
dc:subject × 9Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/687
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:687