University of Freiburg
Expression von chimären Fab-Fragmenten von Antigenrezeptoren primär zerebraler Lymphome und Untersuchung der Antigenspezifität
Abstract
dc:description.abstractPrimär zerebrale Lymphome (PCNSL) gewinnen als Untergruppe der Non-Hodgkin-Lymphome zunehmend an Bedeutung. Dies beruht einmal auf der zunehmenden Anzahl von durch AIDS immunsupprimierten Patienten, die ein vielfach erhöhtes Risiko haben, an einem PCNSL zu erkranken. Andererseits ist die Inzidenz auch bei immunkompetenten Personen steigend. Bei immunsupprimierten Patienten spielt eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) eine wichtige Rolle, während bei Immunkompetenten wohl andere, EBV-unabhängige Faktoren maßgeblich sind. <br>Durch Untersuchung der Genstruktur der Antigenrezeptoren von PCNSL konnte herausgearbeitet werden, dass bevorzugt bestimmte Gene zur Kodierung der schweren Ketten verwendet werden. Hier ist vor allem das VH4-34-Gen häufig vertreten. Dieses wurde bisher hauptsächlich im Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen beschrieben. Zusätzlich ergaben die Untersuchungen der Sequenzen der Antigenrezeptoren ein hohes Maß an Mutationen. Die bevorzugte Verwendung von Genen zur Kodierung der Antigenrezeptoren sowie das Muster der Mutationen geben Hinweis darauf, dass die Erkennung bislang unidentifizierter Antigene eine Rolle in der Pathogenese von PCNSL spielt. <br>Ziel dieser Arbeit war in erster Linie, aus DNA primär zerebraler Lymphome chimäre Antigenrezeptoren zu gewinnen mit konstanten Regionen der Maus und variablen Regionen der humanen, variablen Regionen aus den Primär zerebralen Lymphomen. <br>In einem weiteren Schritt sollte die Bindung der Antigenrezeptoren an Kandidaten-Antigene untersucht werden. <br>Als Untersuchungsmaterial wurden die variablen Regionen der schweren und leichten Ketten der Antigenrezeptoren dreier Primär zerebraler Lymphome verwendet. Diese wurden zunächst in ein murines Expressionsplasmid kloniert, in E. coli exprimiert und schließlich mittels Metallaffinitätschromatographie aufgereinigt. <br>Diese so gewonnenen chimären Antigenrezeptoren wurden mittels ELISA und FACS weiter untersucht. Aufgrund der beschriebenen bevorzugten Verwendung von VH4-34 im Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen wurde eine Bindung an ds- oder ss-DNA sowie an B-Lymphozyten untersucht. Hierbei ergab sich lediglich in einem der Fälle eine schwache Bindung an B-Lymphozyten. <br>Die Bedeutung dieser Bindung ist unklar. Ein Zusammenhang mit der Lokalisation im ZNS ist eher unwahrscheinlich. Möglicherweise handelt es sich dabei um eine Kreuzreaktion. <br>Die Untersuchung einer größeren Fallzahl unter Einsatz moderner genomischer und proteomischer Verfahren auf der Basis der Fab-Expression in E. coli bietet sich zur Klärung der Antigenerkennung von PCNSL an.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Gebele, Verena
- Contributors dc:contributor
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- Veelken, Hendrik
Subjects
dc:subject × 5Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/2465
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:2465