University of Freiburg
Charakterisierung monoklonaler Antikörper gegen die murine Fibrosarkomzellinie MCA102 und Rolle der B-Zellen in diesem Tumormodell
Abstract
dc:description.abstractEs ist bekannt, dass B-Zellen in einigen Tumormodellen einen inhibierenden Einfluß auf <br>die Tumorimmunität besitzen. Dieser hängt sowohl mit T-Zell-B-Zell-Interaktionen als <br>auch mit den von B-Zellen produzierten Antikörpern (Ak) zusammen. Ziel der <br>vorliegenden Arbeit war es, die Rolle der B-Zellen und der von ihnen produzierten <br>tumorspezifischen Ak im MCA102-Tumormodell zu untersuchen. Das GP33 CD8-TZellepitop <br>des Lymphozytären Choriomeningitis Virus (LCMV) diente in diesem System <br>als tumorassoziiertes Modellantigen. <br>Um den Einfluß von B-Zellen auf die Tumorimmunität zu untersuchen, wurde das <br>MCA102GP33-Tumorwachstum in C57/BL6-Mäusen (B6-Mäusen) und B-Zell defizienten <br>JHT-Mäusen verglichen. Es konnte ein verzögertes Tumorwachstum sowie ein vermehrtes <br>Abstoßen der Tumoren in JHT-Mäusen gezeigt werden. Dieser Effekt war weder auf eine <br>höhere Anzahl an Granulozyten oder Makrophagen zurückzuführen, noch auf die Anzahl <br>an CD8-T-Lymphozyten in JHT-Mäusen, da letztere in B6-Mäusen sogar doppelt so hoch <br>war wie in JHT-Mäusen. Demnach scheint die B-Zell-Defizienz der JHT-Mäuse die <br>Resistenz gegenüber MCA102GP33 Tumoren zu erhöhen. <br>Weiter konnte gezeigt werden, dass in tumortragenden B6-Mäusen spezifische IgG-Ak <br>gegen MCA102GP33-Tumorzellen gebildet wurden. Mithilfe der Hybridomtechnik wurden <br>Mausmyelomzellen mit Milzzellen von B6-Mäusen fusioniert, die zuvor mit MCA102- und <br>MCA102GP33-Tumorzellen immunisiert worden waren. Auf diese Weise wurden die vier <br>monoklonalen Ak (mAk) UL1 (IgG), A2 (IgG), UL2 (IgM) und A1 (IgM) hergestellt. Jeder <br>der hergestellten mAk zeigte ein individuelles Reaktionsmuster sowie verschiedene Grade <br>der Kreuzreaktivität mit syngenen, allogenen und xenogenen Tumorzellinien und mit <br>verschiedenen Autoantigenen. Es ließ sich kein tumorprotektiver Effekt der monoklonalen <br>IgG-Ak UL1 und A2 in vivo nachweisen. <br>Abschließend lässt sich festhalten, dass ohne Kenntnis der jeweiligen Epitope der mAk <br>noch keine endgültige Aussage über deren Rolle im Rahmen der Tumorimmunität gegen <br>MCA102- und MCA102GP33-Tumoren getroffen werden kann. Jedoch kann man an der <br>Autoreaktivität der hergestellten IgG-Ak erkennen, dass die B-Zell-Toleranz gegenüber <br>Selbstantigenen nicht absolut ist und durch Injektion von syngenen Tumorzellen leicht <br>durchbrochen werden kann.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Berning, Désirée Aglaia Esther
- Contributors dc:contributor
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- Pircher, Hanspeter
Subjects
dc:subject × 1Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/2179
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:2179