University of Freiburg
Differenzielle transkriptionelle Regulation der humanen Telomerase in einem zellulären Karzinogenese-Modell am Beispiel des Plattenepithelkarzinoms des Ösophagus
Abstract
dc:description.abstractNormale humane Zellen haben eine limitierte replikative Lebenszeit bevor sie <br>in Seneszenz gehen. Die Verkürzung der Telomere ist ein wichtiger Faktor in <br>diesem Prozess. Die Mehrzahl humaner Tumorzellen, unter anderem die des <br>Plattenepithelkarzinoms des Ösophagus, erhalten ihre Telomere durch die <br>Aktivierung des Enzyms Telomerase (hTERT). Bisher ist relativ wenig über die <br>Regulation der Telomerase während des Prozesses der malignen Transformation <br>bekannt. Aus diesem Grund haben wir die transkriptionelle Regulation der <br>Telomerase im Prozeß der malignen Transformation von normalen ösophagealer <br>Plattenepithelzellen zu Ösophaguskarzinomzellen untersucht. Normale humane <br>Ösophagusepithelzellen (EPC), in denen jeweils Cyclin D1 (EPC-D1), dominant <br>negatives p53 (EPC-Dp53) oder hTERT (EPC-hTERT) retroviral überexprimiert <br>war sowie die Tumorzelllinie TE-12 wurden als fünfstufiges Modell der <br>malignen Transformation verwendet. Die hTERT Genexpression (RT-PCR, <br>qRT-PCR), die Proliferation der Zellen, die Telomeraseaktivität (TRAP) und <br>Telomerlänge (TRF) in diesen Zelltypen wurden bestimmt. Der komplette (1242 <br>bp) hTERT-Promotor und elf, mittels PCR hergestellte Deletionskonstrukte <br>wurden transient in die Zellen transfiziert. Die Transfektionsergebnisse <br>wurden mit TRAP, TRF und dem Methylierungsstatus (MSP) des hTERT-Promotors <br>korreliert. Zusätzlich wurde die Bindung von verschiedenen <br>Transkriptionsfaktoren (EMSA) an den hTERT-Promotor untersucht und mit der <br>Protein-Expression korreliert. In dem hier vorgestellen Modell der <br>ösophagealen Karzinogenese konnten wir zeigen, dass die Transkription und <br>Aktivität der humanen Telomerase in den genetisch alterierten Zellen <br>unterschiedlich reguliert wurde. Die Regulation ist dabei jeweils von den <br>eingefügten genetischen Veränderungen (Dp53, Cyclin D1, hTERT) abhängig. In <br>EPC, wie auch in den sterblichen EPC-Dp53, war die Telomerase hauptsächlich <br>durch Sp1 reguliert. Die hTERT-Expression und -Aktivität in den immortalen <br>EPC-hTERT und EPC-D1 war durch c-myc und Sp1 sowie E2F-1 reguliert. Die <br>Telomerase der Tumorzellen TE-12 war durch c-myc, eventuell in Kooperation <br>mit Sp1, reguliert. Zusätzlich spielte der Methylierungsstatus des <br>hTERT-Promotors vor allem in den immortalen Zellen eine Rolle bei der <br>Regulation der humanen Telomerase.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Quante, Michael
- Contributors dc:contributor
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- Blum, Hubert Erich Christoph
Subjects
dc:subject × 5Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/2161
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:2161