University of Freiburg
Immunogenität translozierter Effektorproteine bei Infektionen mit Bartonella henselae
Abstract
dc:description.abstractBartonella henselae, ein gramnegatives Stäbchenbakterium, ist weltweit verbreitet und bekannt als der Erreger der Katzenkratzkrankheit, einer häufigen Differentialdiagnose einer Lymphadenopathie. Vor allem bei Immunsuppimierten kann Bartonella henselae auch die Bazilläre Angiomatose, die Peliosis Hepatis oder eine Endokarditis hervorrufen. Als diagnostische Verfahren werden Immunfluoreszenztest (IFT), Polymerasenkettenreaktion (PCR) und die Histopathologie eingesetzt. Bisherige Versuche, einen sensitiven und spezifischen Western Blot zur Diagnostik einer B. henselae-Infektion aufzubauen, scheiterten an der mangelnden Immundominanz der eingesetzten Antigene. In der vorliegenden Arbeit wurden acht rekombinante Proteine von B. henselae auf ihre Immundominanz im Western Blot getestet. Sieben dieser Proteine (BepA – BepG) wurden kürzlich intrazellulär in mit B. henselae infizierten humanen Endothelzellen entdeckt, in welche sie durch ein Typ IV-Sekretionssystem (T4SS) transloziert wurden. Das achte Protein (17kDa) ist Teil dieses T4SS. <br>Es wurden 116 Seren von Patienten mit gesicherter Katzenkratzkrankheit und 110 IFT-negative Kontrollseren auf Antikörper gegen BepA – BepG und das 17kDa-Antigen getestet. Diese Antikörper waren in individuell unterschiedlichen Mustern nachzuweisen und konnten unter den Patientenseren deutlich häufiger beobachtet werden. Drei Proteine (BepA, BepD und BepG) zeigten signifikante Unterschiede zwischen IFT-positiven und IFT-negativen Seren. Bei alleinigem Nachweis eines der Antigene konnte bei BepG eine maximale Sensitivität von 50.9% mit einer Spezifität von 83.6% erzielt werden. Ein gemeinsamer Nachweis der signifikanten Proteine BepD und BepG erzielte bei der Trennung der Seren eine Spezifität von 100% und eine Sensitivität von 29%. <br>Untersuchungen zur Änderung der Seroprävalenzen im Krankheitsverlauf sowie zu Unterschieden zwischen den beiden bekannten Genotypen von B. henselae ließen keine eindeutige Korrelation zum Auftreten von Antikörpern erkennen. Eine geringe Korrelation (R2 = 25%) konnte zwischen der Höhe des im IFT gemessenen IgG-Titers und dem Bandenmuster im Western Blot festgestellt werden. <br>Um definitivere Aussagen zur Einsetzbarkeit dieses Testes in der Diagnostik machen zu können, sollten die Seroprävalenzen nach Aufreinigung der acht Proteine erneut bestimmt werden. Dadurch könnten Kreuzreaktionen gegen E. coli verhindert werden, die die Auswertung in dieser Arbeit vereinzelt erschwerten. Anhand der erzielten Ergebnisse ergaben sich aber deutliche Hinweise darauf, dass die untersuchten Antigene in der Diagnostik einer B. henselae-Infektion eine besondere Rolle spielen könnten.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Guhl, Christine Annegret
- Contributors dc:contributor
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- Sander, Anna
Subjects
dc:subject × 6Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/2159
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:2159