University of Freiburg
Wachstumsverhalten und gegenseitige Beeinflussung von Gingivakeratinozyten und Osteoblasten auf Kollagen
Abstract
dc:description.abstractZiel dieser Arbeit war es, das Wachstumsverhalten von humanen oralen Keratinozyten und Osteoblasten auf Kollagenfolie (TissueFoil E) zu untersuchen. Dabei wurden die Zellen mit einer Agarbarriere voneinander getrennt oder anhand der Tröpfchentechnik nebeneinander in einem Zeitraum von sieben Tagen auf der Kollagenmatrix kultiviert. <br>Die Proliferationrate und Morphologie der Zellen wurde mittels EZ4U-Test, licht- und rasterelektronenmikroskopischen Aufnahmen untersucht. Die Charakterisierung der Gingivakeratinozyten erfolgte durch den Nachweis von Cytokeratin 13 im Zytoplasma der Zellen; die Charakterisierung der Zellen als Osteoblasten konnte durch Bestimmung der Alkalischen Phosphatase, Kollagen Typ I sowie von Osteocalzin erfolgen. Die Ergebnisse des EZ4U-Tests der isolierten oralen Keratinozyten als auch der Osteoblasten machten deutlich, dass beide Zellarten bei Verwendung des RPMI 1640-Mediums höhere Proliferationsraten aufwiesen als bei Verwendung der entsprechenden Selektivmedien (DF- Medium bzw. Opti-MEM). Zusätzlich wiesen die Osteoblasten generell eine höhere Proliferationsrate auf als die Gingivakeratinozyten. Die Ergebnisse des EZ4U-Tests mit beiden Zellarten auf Kollagen zeigten, dass die Zellarten getrennt voneinander ein besseres Wachstum aufweisen als in unmittelbarer Nachbarschaft. Nebeneinander bzw. bei direktem Kontakt hemmen sich die Zelltypen. Eine Applikation mit Trennmaterial war daher von Vorteil, obwohl die Trennmethode sich in der Handhabung als schwierig erwiesen hat. Lichtmikroskopische Analysen zeigten ein mehrlagiges Zellwachstum auf den Membranen. Auf einigen Präparaten waren Zellen in der Membran zu sehen. Rasterelektronenmikroskopische Analysen zeigten eine gute Adhäsion der Zellen auf der Kollagenfolie. Die Zellen schienen mit dieser verwachsen zu sein. Zumeist ließen sich auf den Membranen dichte Zellansammlungen beobachten, die ein Netzwerk durch intensive Zell-Zell-Kontakte über Zytoplasmaausläufer bildeten. Beide Zelltypen nebeneinander konnten rasterelektronenmikroskopisch nicht eindeutig unterschieden werden. Gingivakeratinozyten ließen sich seltener beobachten; auf einigen Aufnahmen waren Zellen zu sehen, die in das Membraninnere vorgerückt waren. Für das Tissue Engineering von Osteoblasten und Gingivakeratinozyten lässt sich daher festhalten, dass diese beiden Zellarten auf TissueFoil E getrennt voneinander aufgetragen werden sollten, um gegenseitige wachstumshemmende Effekte zu vermeiden. Die Zellen weisen ein gutes Wachstum auf diesem Trägermaterial auf, ein Einwachsen in die Membran kann allerdings nicht ausgeschlossen werden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Sendic, Mirjam
- Contributors dc:contributor
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- Gellrich, Nils-Claudius
Subjects
dc:subject × 4Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1913
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1913