University of Freiburg
Etablierung von Real-Time-PCR-Verfahren für die Diagnostik des Cytomegalovirus bei organtransplantierten Patienten
Abstract
dc:description.abstractDas humane Cytomegalovirus wird als wichtigste infektiöse Ursache für Morbidität und Mortalität nach einer Transplantation gesehen. Der pp65-Antigentest ist das etablierte Standardverfahren zur Überwachung von Transplantatempfängern. Dieser Test ist jedoch zeit- und arbeitsaufwendig. Nur 60% der im pp65-Antigentest positiven Ergebnisse korrelieren mit einer klinischen Erkrankung. Zwischen latenter und produktiver Infektion kann nicht unterschieden werden. Deshalb wird nach neuen diagnostischen Methoden gesucht, die diese Nachteile nicht aufweisen. <br>Im Rahmen dieser Arbeit wurden quantitative TaqMan-PCR-Verfahren etabliert. Die diagnostische Wertigkeit wurde an 80 PBL-Proben von Organtransplantierten (Niere, Niere/Pankreas, Leber) überprüft und mit Ergebnissen des pp65-Antigentests sowie dem klinischen Verlauf der HCMV-Infektion korreliert. Zunächst wurde eine quantitative TaqMan-RT-PCR zur Detektion sogenannter Cytomegalovirus-Latenzassoziierter-Transkripte (CLT) entwickelt. Es sollte überprüft werden, ob CLT in vivo in PBL vorkommen und wie sich die CLT-Konzentration im klinischen Verlauf einer HCMV-Infektion verhält. Alle 80 getesteten RNA-Proben waren allerdings negativ für CLT-Transkripte. Desweiteren wurde zur Quantifizierung von pp67-mRNA eine TaqMan-RT-PCR etabliert. Bei pp67-positiven Patienten (Korrelation pp65-Antigentest/ pp67-RT-PCR R = 0,98) eignete sich dieser Parameter zur Kontrolle des Therapieverlaufes, da pp67 sehr empfindlich auf eine erfolgreiche antivirale Therapie reagiert. pp67-mRNA kann nur bei Ablauf des Replikationszyklus synthetisiert werden, während pp65 auch durch Aufnahme in PBL zu einem positiven Testergebnis führen kann. Es wurden nur bei 42% aller im pp65-Antigentest positiven Proben auch pp67-mRNA nachgewiesen. Zum viralen DNA-Nachweis wurde eine quantitative PCR aus der AD1-Genregion des gB-Gens verwendet. Die Ergebnisse der AD1-PCR zeigten eine Korrelation von R = 0,82 zu den pp65-Antigentest-Ergebnissen. <br>Zusammenfassend zeigte sich, dass RNA von CLT in PBL mit unserem Test nicht nachweisbar ist. Die Quantifizierung von pp67-RNA und AD1-DNA ist eine sinnvolle Ergänzung zum pp65-Antigentest in der Detektion und Überwachung einer HCMV-Infektion bei immunsupprimierten Patienten. Zum Therapiemonitoring erscheint der pp67-RT-PCR-Test besser geeignet als der AD1-PCR-Test. Dies gilt aber nur bei pp67-positiven Patienten.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Romberg, Ilona
- Contributors dc:contributor
-
- Meyer-König, Ursula
Subjects
dc:subject × 5Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1874
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1874