University of Freiburg
Wundheilung von Vollhautdefekten durch Kombination einer autologen Keratinozyten-Fibrinkleber-Suspension (KFGS) mit einer dermalen Matrix mit und ohne Fibroblasten : ein Kurz- und Langzeitversuch am Schweinemodell
Abstract
dc:description.abstractKultivierte, autologe Keratinozyten als Suspension in Fibrinkleber (KFGS) stellen eine etablierte Therapie bei schwersten Verbrennungen dar. In Kombination mit Fibroblasten findet eine gegenseitige Stimulation statt mit zahlreichen positiven Einflüssen auf die Wundheilung. Bei der Behandlung von tiefen, drittgradigen Wunden ist ausserdem der Ersatz des zerstörten dermalen Anteils der Haut ein wichtiger prognostischer Faktor. Die Vollhautregeneration durch die einzeitige Applikation dieser Bestandteile war Ziel dieses tierexperimentellen Versuchs. <br>Subkonfluente, porcine Keratinozyten- und Fibroblastenkulturen wurden nach 2-3 Wochen trypsinert und in Fibrinkleber suspendiert. Fibroblasten wurden 4 Tage vor der Transplantation auf einer azellulären, dermalen Matrix (AlloDerm®, human und porcin) ausgesät. Auf dem Rücken von 9 Hausschweinen wurden jeweils 6 Vollhautdefekte (5 x 5 cm) mit KFGS in Kombination mit azellulärer Dermis behandelt. Die Dermis wurde sowohl mit als auch ohne präkultivierte Fibroblasten transplantiert. Als Kontrollen dienten Wunden, die nur mit KFGS oder einer Fibroblasten-Keratinozyten-Fibrinkleber-Suspension transplantiert wurden. Der Versuchszeitraum betrug 4 Wochen (n=5) bzw. 6 Monate (n=4). Der makroskopische Wundheilungsverlauf und die Wundkontraktion wurden fotografisch und planimetrisch über den gesamten Versuchszeitraum dokumentiert. Die Wunden wurden am post-OP Tag 7 und 14 biopsiert und nach 28 Tagen bzw. nach 6 Monaten exzidiert. Hämatoxilin-Eosin-, Elastica-van-Gieson- und Trichrom-Färbungen wurden zum Nachweis der Histomorphologie und der Einheilung der Transplantate durchgeführt. <br>Immunhistologisch wurden Kollagen-VII und alpha-sm-Aktin Färbungen zum Nachweis der rekonstituierten, kontinuierllichen Basalmembran und der Myofibroblasten durchgeführt. Die Qualität der Haut wurde nach 6 Monaten mittels eines biomechanischen Tests untersucht. <br>- Die einzeitige Applikation von Dermis und Keratinozyten führt zum Wundverschluss. <br>- Die Kombination von azellulärer Dermis und Fibroblasten führt zu einer deutlich <br> reduzierten Wundkontraktion. <br>- Die Epithelisierung und Bildung von Reteleisten bei intakter Basalmembran wird <br> durch Fibroblasten gefördert. <br>- Kultivierte Fibroblasten führen zu einer Reduktion der Myofibroblastenbildung. <br>- Die Elastizität der "neuen" Haut ist vergleichbar mit der normaler Haut.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Knam, Friedrich
- Contributors dc:contributor
-
- Stark, Gerhard Björn
Subjects
dc:subject × 10Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1745
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1745