University of Freiburg
STAT5 regulierte differentielle Genexpression in prä-B-leukämischen Zellen
Abstract
dc:description.abstractZusammenfassung <br> <br>Die durch STAT Transkriptionsfaktoren vermittelte Signaltransduktion ist entscheidend involviert in die Regulation von Zellteilung und Zelldifferenzierung. Konstitutive STAT Aktivität korreliert mit einer Dysregulation dieser Prozesse. In dieser Arbeit sollte die Bedeutung der konstitutiven STAT5 Aktivierung im Prozeß der Leukämogenese untersucht werden. Primär wurde ein Zellmodell etabliert und charakterisiert, das aus den Prä-B-Zellen BaMRS und BaMR aufgebaut wurde. Hierzu wurden IL-10 Rezeptor transfizierte BaF3 Prä-B-Zellen in Abwesenheit von IL-3 kultiviert und die IL-3 unabhängig wachsenden BaMRS Zellen isoliert. Die Charakterisierung dieser Zellen ergab im Vergleich ein IL-3 unabhängiges Wachstum für BaMRS, das mit folgenden Phänomenen positiv korrelierte: (1) konstitutive STAT5 Phoshorylierung und konstitutive JAK2 Phosphorylierung, (2) transkriptionelle Aktivität des konstitutiv aktiven STAT5 Proteins (PRL-Promoter, Luciferase Assay), (3) klonogene Wachstumstendenz und hohe zelluläre Adhärenz und (4) Hemmung des Zellwachstums der BaMRS Zellen und Inhibition der STAT5 Phosphorylierung durch AG490, einen spezifischen JAK-Kinaseinhibitor. <br>Diese Charakteristika legen nahe, daß BaMRS Zellen funktionell und phänotypisch Zellen der ALL nahe kommen. Daher wurden BaMR und BaMRS Zellen im Vergleich mit der Methode des Differential Display auf Unterschiede in der Genexpression untersucht. Grundlage für diese Experimente war die Hypothese, daß eine Subtraktion des Genexpressionsmusters unstimulierter BaMR Zellen von der Genexpression der BaMR Zellen zur Identifizierung von STAT5 regulierter Gene führen würde. Es gelang, neben der Überexpression des c-abl-Proteins die Expression eines Ly6-Antigens in den BaMRS-Zellen nachzuweisen. Damit wurden sowohl c-abl, als auch Ly6-Antigen als Gene identifiziert, deren Expression mit der Aktivität des STAT5 Transkriptionsfaktors korreliert. Für c-abl decken sich die Ergebnisse mit der Beobachtung anderer Arbeitsgruppen, daß in humanen Zellen c-abl an der Aktivierung des Jak2-STAT5 Signaltransduktionsweges beteiligt zu sein scheint. Die Überexpression von Ly-Antigenen wurde sowohl auf murinen, als auch humanen Tumorzellen beobachtet und korreliert mit einem hochmalignen Phänotyp. <br>Zusammenfassend konnte in dieser Arbeit ein neues Zellmodell der ALL etabliert und charakterisiert werden, das ebenso dazu dienen kann, neue medikamentöse Ansätze der Wachstumsinhibition zu testen, wie dies für den Tyrosinkinaseinhibitor AG490 mit BaMR/BaMRS Zellen gezeigt worden ist.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Zander, Luitgard
- Contributors dc:contributor
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- Weber, Renate
Subjects
dc:subject × 7Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1699
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1699