University of Freiburg
Molekulare und funktionelle Analyse von Lymphocyten aus Patienten mit primären Immundefizienzerkrankungen
Abstract
dc:description.abstractDas Antikörpermangel Syndrom (engl. common variable immunodeficiency, CVID) ist <br>eine der häufigsten primären Immundefekterkrankungen. Charakteristisches Merkmal aller CVID-Patienten ist das vollkommene Fehlen oder die nur in sehr niedrigen Konzentrationen vorliegenden Spiegel von IgG-, IgA- und IgE-Serumantikörpern. Als Folge der stark gestörten humoralen Immunantwort erkranken CVID-Patienten überdurchschnittlich häufig an bakteriellen Infektionen des respiratorischen und gastrointestinalen Traktes. <br>Bei einem Teil der Patienten wurden nun z. T. erst den letzten Monaten erstmalig genetische Defekte (ICOS, BAFF-R, TACI) entdeckt, die das Antiköpermangelsyndrom verursachen. CVID umfasst insofern eine heterogene Gruppe von Immundefekten. <br>Im Rahmen dieser Arbeit konnte die gestörte Expression des BAFF-Rezeptors, sowie Defekte im Reaktionsprozess des Ig-Isotypwechsels und in der terminalen <br>Plasmazelldifferenzierung bei CVID-Patienten nachgewiesen werden. Die phänotypische Charakterisierung der B-Zellen zeigte die Expansion einzelner B-Zellpopulationenim Blut der Patienten, die den Untergruppen der B1 und Marginalzonen (MZ) B-Lymphozyten zugeordnet werden können. Beide B-Zellsubgruppen bilden die Schnittstelle zwischen der angeborenen und der adaptiven humoralen Immunantwort. Möglicherweise repräsentiert die Expansion dieser Zellen in den Patienten insofern einen Weg des Immunsystems, Defekte in der T-Zell-abhängigen Immunantwort zu kompensieren. Dies könnte auch für Patienten zutreffen, die erhöhte Konzentrationen an löslichem CD23 im Serum aufweisen, da das Molekül eine Funktion in der Vermittlung von Entzündungsreaktionen besitzt. <br>Zusätzlich wurden Lymphocyten eines Patienten mit Hyper-IgM-Syndrom untersucht. <br>Ebenso wie in anderen Formen des Hyper-IgM Syndroms war auch hier eine Störung des CD40L/CD40-Signalweges feststellbar. Die zunächst aufgestellte Hypothese eines NEMO-Defektes ließ sich in den Zellen dieses Patienten nicht bestätigen. Aufgrund einer reduzierten Phosphorylierung von IkBalpha könnte der Defekt jedoch andere Bestandteile des IKK-Komplexes oder auch eine kürzlich entdeckte, weitere regulatorische Untereinheit des Komplexes, ELKS, betreffen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Taubenheim, Nadine
- Contributors dc:contributor
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- Eibel, Hermann
Subjects
dc:subject × 7Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1621
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1621