University of Freiburg
Untersuchungen zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von Lokalanästhetika für die Lokalanästhesie und die Tumeszenzlokalanästhesie
Abstract
dc:description.abstractDie Tumeszenz-Lokalanästhesie (TLA) ist ein lokales Betäubungsverfahren, das zur Erleichterung der Fettabsaugung eingeführt wurde und eine zuverlässige Anästhesie auch ausgedehnter Operationsareale ermöglicht. In Europa wird jedoch statt Lidoacin häufiger Prilocain wegen der geringeren Toxizität angewendet. Ziel dieser Studie war an 26 Patienten die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Lidocain und Prilocain bei Liposuktionen in TLA zu prüfen. Ausserdem wurde die aktuelle Angst und Befindlichkeit der Patienten im Verlauf einer Liposuktion erfragt. Erhoben wurden die allgemeine Schmerzempfindung, vor und während der TLA und während und nach der Liposuktion und die Schmerzempfindung hervorgerufen durch Punktion mit einer Lanzette 15-90 min nach Ende der Infiltration. Ausserdem wurde anhand eines Fragebogens die Zustandsangst vor, während und nach TLA erhoben. Bei der allgemeinen Schmerzempfindung konnten keine Unterschiede festgestellt werden. Die Anästhesiequalität durch Lidocain, getestet durch Lanzettenpunktion, liegt direkt nach Infiltration der Tumeszenzlösung signifikant (p<0,043) höher als die durch Prilocain. Zwischen Lidocain und Prilocain bestehen also keine signifikanten Unterschiede bezüglich der allgmeinen Wirksamkeit und Verträglichkeit bei der Tumeszenzlokalanästhesie. Der Wirkungseintritt von Prilocain scheint jedoch etwas verzögert. Ausserdem kann man die Liposuktion in TLA insgesamt als eine für den Patienten relativ angnehme und wenig belastende Operation bezeichnen. <br>Mepivacain ist ein häufig verwendetes, gut verträgliches Lokalanästhetikum, welches jedoch häufig einen brennenden Schmerz während der Infiltration hervorruft. In der vorliegenden Studie wurde die Wirksamkeit, Verträglichkeit und Haltbarkeit von Mepivacain 1% mit und ohne Bikarbonat und eine und zwei Wochen alt bei intracutaner Infiltration an 16 Patienten getestet. Meßzeitpunkte waren die Infiltration, 2 min, 1, 2 und 3 Stunden nach Infiltration. Die Infiltration von frisch gepuffertem Scandicain war signifikant weniger schmerzhaft als die der ungepufferten Lösung. Bei der Testung der Anästhesie fanden sich nur nach 1 h eine signifikant bessere Schmerzreduktion durch die ungepufferte als durch die frisch gepufferte Lösung. Ein signifikant schnelleres Einsetzen und eine bessere Anästhesie durch gepuffertes Mepivacain konnte in dieser Studie nicht nachgewiesen werden. Die Verträglichkeit von Mepivacain war sehr gut, es traten keine Nebenwirkungen oder Unverträglichkeitsreaktionen auf. Die mikrobiologische Untersuchung der beiden 2 und 1 Woche alten Anästhesielösungen ergab einwandfreie Ergebnisse. Die eine und zwei Wochen alten Lösungen sind genauso wirksam und verträglich wie die frisch gepufferte Scandicainlösung.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Maier, Kristina
- Contributors dc:contributor
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- Augustin, Matthias
Subjects
dc:subject × 5Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1520
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1520