Technische Universität Berlin
Posttranskriptionelle Einflüsse auf die Expression des Transkriptionsfaktors Achaete-Scute Homolog-1 (ASCL1)
Abstract
dc:description.abstractDer bHLH-Transkriptionsfaktor Achaete-Scute Homolog-1 (ASCL1, hASH1) hat eine wichtige Funktion während der neuronalen Entwicklung. Er ist von Bedeutung für die Differenzierung bzw. die Subtypspezifizierung von neuronalen Zellen. Jedoch ist über seine direkte Regulation wenig bekannt. In silico-Analysen offenbarten konservierte Bereiche sowie putative cis-Elemente in den überdurchschnittlich langen untranslatierten Regionen (UTRs) der hASH1-mRNA und legten ein Mitwirken von posttranskriptionellen Mechanismen bei der hASH1-Regulation nahe. Diese Mechanismen sollten in dieser Arbeit genauer untersucht werden. Hierbei traten zwei verschiedene posttranskriptionelle Regulationsmechanismen zutage. Unter Stimulierung mit Phorbol-12-myristat-13-acetat (PMA) wird hASH1 in der humanen Neuroblastom-Zelllinie Kelly herabreguliert. Dabei geht der anfängliche schnelle hASH1-Abfall auf eine Destabilisierung seiner mRNA zurück. Später übernimmt eine transkriptionelle Reprimierung die Hemmung von hASH1. Insbesondere bei der Vermittlung des posttranskriptionellen Einflusses scheint dabei Proteinkinase C (PKC) involviert zu sein. Auch unter Hypoxie konnte eine Herabregulation von hASH1 in Kelly-Zellen beobachtet werden. Diese kommt jedoch vornehmlich durch eine Inhibition der Translation zustande. Beide hASH1-UTRs konnten jeweils für sich allein den Hypoxie-Effekt vermitteln, wobei wohl drei Differenzierungskontroll-Elemente (DICE) für den Hypoxie-Einfluss auf die 3´-UTR der hASH1-mRNA verantwortlich sind. Bekannte Bindungsproteine für dieses Motiv sind das heterogene nukleäre Ribonukleoprotein E1 (hnRNP-E1) und das heterogene nukleäre Ribonukleoprotein K (hnRNP-K), welche schon mit der Stilllegung der Translation von bestimmten mRNAs beschrieben wurden. Diese reversible translationale Stilllegung von hASH1 ist möglicherweise ein Anzeichen bzw. Bedingung dafür, dass die Neuroblastomzellen in einen unreiferen Zustand wechseln, welcher bei Tumorzellen mit einer stärkeren Ausprägung unerwünschter Eigenschaften, wie beispielsweise erhöhter Überlebensrate und verbesserten Migrationseigenschaften der Zellen, einhergeht.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Benko, Edgar
- Advisor dc:contributor.advisor
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- Stahl, Ulf
Rights
- Licence dc:rights.uri
- Language dc:language.iso
- de, German
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier URI
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urn:nbn:de:kobv:83-opus4-45580
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-3895 - OAI identifier oai:identifier
- oai:depositonce.tu-berlin.de:11303/4192