Universität Heidelberg
Synthese von Dioxabicyclooctenen und Thymidinderivaten sowie deren Markierung mit PET-geeigneten Nukliden
Abstract
dc:description.abstractDer erste Teil der Arbeit beschreibt Derivatisierungen von Dioxabicyclooctenen. Als Ausgangsverbindung diente die 1,6-Anhydro-3,4-dideoxy-ß-D-erythro-hex-3-enopyranose, die nach 2-Tosylierung mit Kaliumbromid zur 2-Brom-1,6-anhydro-2,3,4-trideoxy-ß-D-erythro-hex-3-enopyranose und deren 4-Bromanalogon umgesetzt wurde. Die Produktzusammensetzung läßt eine SN1-Reaktion über ein allylisches Carbeniumion vermuten. Diese These wurde durch Umsetzung der 4-O-Tosyl-1,6-anhydro-2,3-dideoxy-ß-D-erythro-hex-2-enopyranose mit Kaliumbromid bestätigt, da auch in diesem Fall das 2- und das 4-Bromprodukt entstanden. Des weiteren wurden auf letzterem Weg die beiden [75Br]Bromanaloga hergestellt. Als Ligand für radioaktive Technetiumkomplexe sollte ein Thiol mit Dioxabicycloocten-Gerüst synthetisiert werden. Die Umsetzung der 4-O-Tosyl-1,6-anhydro-2,3-dideoxy-ß-D-erythro-hex-2-enopyranose mit Natriumhydrogensulfid führte zum Bis(1,6-anhydro-2,3,4-trideoxy-ß-D-erythro-hex-3-enopyranos-2-yl)thioether. Weder die Variation der Reaktionsbedingungen noch alternative Synthesewege führten zum gewünschten Produkt. Die Addition von elementarem Chlor bzw. Brom an die 1,6-Anhydro-3,4-dideoxy-ß-D-erythro-hex-3-enopyranose ergaben die 3,4-Dichlor- bzw. 3,4-Dibrom-1,6-anhydro-3,4-dideoxy-ß-D-glucopyranose. Der zweite Teil beschreibt einen einfachen und effizienten Zugang zum PET-geeigneten Proliferationsmarker [18F]FLT. Ausgehend von Thymidin wurde in einer vierstufigen Synthese der Precursor 3-N-Boc-1-(3-O-nosyl-5-O-trityl-ß-D-lyxofuranosyl)thymin erhalten, in einem selbst entwickelten Synthesemodul mit [18F]Fluorid umgesetzt und anschließend hydrolysiert. Die Aufarbeitung der Reaktionslösung erfolgte mittels HPLC und lieferte [18F]FLT in guten Ausbeuten, gebrauchsfertig für die Anwendung im Tierversuch. Als alternative 5´-Schutzgruppe wurden Dimethoxytrityl, als weitere Austrittsgruppen Tosyl bzw. Mesyl getestet, wobei die Kombination DMTr/Ns zu einer Optimierung der [18F]FLT-Ausbeute führte.
Degree
thesis:*- Level thesis:degree_level
- thesis.doctoral
- Grantor dc:publisher
- Universität Heidelberg
- Year
- 2001
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Martin, Stefan Johannes
- Contributors dc:contributor
-
- Eisenhut, Michael
Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/1597
- OAI identifier oai:identifier
- oai:archiv.ub.uni-heidelberg.de:1597