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Georg-August-Universität Göttingen

Bedeutung der mikrobiellen Transmission im SIV-Rhesusaffen-Tiermodell für die HIV/AIDS-Pathogenese

Abstract

dc:description

Chronische Immunaktivierung wird als eine wesentliche Ursachen des Fortschreitens der HIV-Infektion bis ins AIDS-Stadium angesehen. Es gibt Hinweise dafür, dass die Aktivierung von Immunzellen durch mikrobielle Translokation über die geschädigte Darmmukosabarriere verursacht wird. Um den Zusammenhang zwischen mikrobieller Translokation und Immunaktivierung zu analysieren, wurden in dieser Arbeit verschiedene Parameter der mikrobiellen Translokation, der Immunaktivierung und der Viruslast untersucht. Neben Lipopolysacchariden (LPS) wurden verschiedene Proteine, wie endotoxin core antobodies (EndoCAb), lösliches CD14 (sCD14) oder LPS-Binde-Protein (LBP), die in der Körperabwehr gegen LPS involviert sind, als Marker der mikrobiellen Translokation untersucht. Die longitudinalen Versuche wurden retrospektiv an einer Kohorte von 37 SIV-infizierten Rhesusaffen mit unterschiedlich schnellen Krankheitsverläufen durchgeführt. Wie bei HIV-infizierten Patienten konnten erhöhte Titer von LPS im Blut der Tiere festgestellt werden. Weder die Messungen der LPS noch die der LPS-assoziierten-Proteine zeigten Unterschiede zwischen den beiden Krankheitsgruppen auf. Dagegen konnte man anhand der Immunmarker Neopterin, einem Produkt aktivierter Makrophagen, und der HLA-DR Expression, die bei Aktivierung von T-Zellen zunimmt, deutlich zwischen der Gruppe mit dem schnellen und der mit dem langsamen Krankheitsverlauf unterscheiden. Hierbei fiel auf, dass die unspezifische Immunaktivierung von Makrophagen den Krankheitsfortschritt beschleunigt und die spezifische Immunaktivierung von T-Zellen den Krankheitsfortschritt bremst. Die erhobenen Daten weisen daraufhin, dass die mikrobielle Translokation keinen wesentlichen pathogenetischen Faktor der Immunaktivierung bei SIV-infizierten Rhesusaffen darstellt. Es ist zu vermuten, dass vielmehr die Immunaktivierung, unterhalten durch die kontinuierliche virale Replikation, die Ursache für die mikrobielle Translokation über die geschädigte Darmmukosa ist.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Leinert, Christoph Alexander
Contributors dc:contributor
  • Sopper, Sieghart PD Dr.
  • Reichardt, Holger Prof. Dr.
  • Legler, Tobias Prof. Dr.
  • Virsik-Köpp, Patricia Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 14

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-939
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2825-7
webdoc-2825
664210414
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-B193-3

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source
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Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Leinert, Christoph Alexander. Bedeutung der mikrobiellen Transmission im SIV-Rhesusaffen-Tiermodell für die HIV/AIDS-Pathogenese. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-B193-3