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Georg-August-Universität Göttingen

Die Bedeutung des Kollagens für die Regeneration der Rotatorenmanschette: Histologische und immunhistologische Untersuchung der Verteilung der Kollagene Typ I, Typ II und Typ III nach single- und double-row-Naht-Anker-Rekonstruktion

Abstract

dc:description

Einleitung: In neueren biomechanischen Studien zeigte die double-row-Naht-Anker-Rekonstruktion zur operativen Therapie der Rotatorenmanschettenruptur gegenüber der single-row-Technik bessere biomechanische Resultate. Das Ziel dieser Studie war die histologische und immunhistologische Untersuchung der Kollagenverteilung, während des Heilungsprozesses der Knochen-Sehnen-Kontaktstelle nach single- und double-row-Nahtankerrekonstruktion. Material und Methoden: Diese Studie untersuchte die Sehnen-Knochenheilung am Schafmodell. Bei 22 reifen weiblichen Merino-Schafen wurde eine standardisiert erzeugte Ruptur der Infraspinatussehne refixiert. Zwei unterschiedliche Techniken wurden für die Refixation angewandt. Bei der single-row-Technik kamen zwei doppelt geladene Nahtanker, kombiniert mit arthroskopischer Mason-Allen-Naht, zum Einsatz. Bei der double-row-Refixation kamen vier doppelt geladene Nahtanker in Kombination mit arthroskopischer Mason-Allen-Naht zur Anwendung. Die Lokalisation der Kollagene Typ I, II und III während der Sehnen-Knochen-Heilung wurde 1, 2, 3, 6, 12 und 26 Wochen nach Chirurgie durch den Einsatz von konventioneller Histologie und Immunhistologie ausgewertet. Ergebnisse: Der Gewebeumbau ist sechs Wochen nach double-row-Rekonstruktion fast abgeschlossen, da kein positiver Kollagen-III-Nachweis erkennbar war, während dieser Prozess in der single-row-Gruppe noch bis zur 12. Woche andauert. Die immunhistologischen Ergebnisse zeigten eine Verschiebung der Kollagen-Ratio. Ab der 12. Woche fand in beiden behandelten Gruppen eine Erhöhung von Kollagen Typ I in der Sehne und im Knochen statt. Diskussion: Die arthroskopische Rotatorenmanschettenrekonstruktion ist mittlerweile eine häufig angewandte und beschriebene Operationstechnik in der Schulterchirurgie. Die meisten biomechanischen Untersuchungen zeigten für double-row-Rekonstruktion eine signifikant höhere Belastbarkeit, eine kleinere Elongation unter zyklischer Belastung und bessere anatomische Wiederherstellung des Sehnenansatzes am Knochen im Vergleich zu single-row-Techniken (Cummins et al. 2005, Ma et al. 2004,2006, Kim et al. 2006, Meier und Meier 2006, Milano et al. 2008). Diese Studie zeigt, dass die double-row-Technik im Vergleich zur single-row-Technik zu einem zellbiologisch günstigeren Sehnen-Knochen-Heilungsprozess führt.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Posmyk, Andrea
Contributors dc:contributor
  • Miosge, Nicolai Prof. Dr.
  • Dresing, Klaus Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 17

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-937
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2823-5
webdoc-2823
659349345
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-B190-9

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Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
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OAI-PMH GetRecord
citation

Posmyk, Andrea. Die Bedeutung des Kollagens für die Regeneration der Rotatorenmanschette: Histologische und immunhistologische Untersuchung der Verteilung der Kollagene Typ I, Typ II und Typ III nach single- und double-row-Naht-Anker-Rekonstruktion. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-B190-9