Georg-August-Universität Göttingen
Qualitative und quantitative Untersuchungen der Ovarien des in Gefangenschaft lebenden Weißbüschelaffen (Callithrix jacchus) in Relation zu kritischen physiologischen und biochemischen Indikatoren im Zusammenhang mit Übergewicht
Abstract
dc:descriptionCallithrix jacchus ist ein Neuweltprimat mit einer kurzen Generationenfolge, welcher in vielen Bereichen der Forschung eingesetzt wird. Die letzten aus der Wildnis gefangenen Weißbüschelaffen wurden Anfang der 1970ger Jahre nach Europa importiert. Seither sind die in Gefangenschaft lebenden Kolonien an Weißbüschelaffen ein geschlossener Gen-Pool nur mit Austausch von Tieren zwischen verschiedenen in Gefangenschaft lebenden Kolonien. Über Generationen haben die Tiere, im Zusammenhang mit der Anpassung an die Gefangenschaftsbedingungen und hoch kalorischer/ kohlenhydratreicher Kost ad libitum, ein im Mittel deutlich höheres Körpergewicht, vor allem durch Akkumulation von abdominellem Fettgewebe, als die wild lebenden Tiere. Als ein wichtiger Effekt des Übergewichts wurde für CJ in Gefangenschaft das Metabolische Syndrom beschrieben. Des weiteren konnte eine signifikante gewichtsassoziierte Zunahme an Ovulationen der in Gefangenschaft lebenden Tiere beobachtet werden, und in diesem Zusammenhang, dass schwerere Muttertiere häufig Trillings- anstelle von normalen Zwillingswürfen bekamen. In der hier vorliegenden Arbeit wurden Ovarien des in Gefangenschaft lebenden Callithrix jacchus histologisch untersucht und die Beobachtungen mit dem Gewicht und den hormonellen und metabolischen Veränderungen evaluiert. Eine der Schlüsselbeobachtungen und die Basis für die Analyse der Ovarien war das Vorkommen von CL-Gewebe in der mittleren follikulären Phase der Ovarien. Es wurden positive Korrelationen gefunden zwischen der Menge und dem Typ von CL Gewebe und dem Körpergewicht. Des weiteren war die Menge und der Typ des CL-Gewebes sowohl assoziiert mit einem reduzierten Primordialfollikelpool als auch mit Veränderungen im Wachstumsmuster der Follikel. Zusätzlich wurde Atresie bei wachsenden Follikeln und Veränderungen des Stromas bei Vorkommen von CL-Gewebe beobachtet. Zusammen mit den gewichtsassoziierten ovariellen Veränderungen fanden wir homonelle Veränderungen wie erhöhtes Androstendion. Die Ergebnisse zeigen eine signifikan te Korrelation zwischen Andorstendion und der Mengen an CL-Gewebe im Ovar sowie dem Körpergewicht. Außerdem ist Androstendion sehr wahrscheinlich ein Schlüsselfaktor des beschleunigten Verlustes an Primordialfollikeln und damit auch für die verfrühte ovarielle Alterung. Erhöhte Blutfettwerte sowie andere Tests wie Glukosetoleranztests, welche Diabetes typische Merkmale aufwiesen, lassen die Diagnose des Metabolischen Syndroms für übergewichtige Tiere zu. Dies scheint in einen circulus vitiosus zu münden angetrieben durch das metabolische Syndrom sowie Androstendion, welcher zu ovariellen Veränderungen führt wie der verfrühten ovariellen Alterung.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Bernhard, Johanna
- Contributors dc:contributor
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- Gründker, Carsten Prof. Dr.
- Nayudu, Penelope Dr.
- Wuttke, Wolfgang Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 15Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-876
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2677-5
webdoc-2677
687841968 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-B11F-D