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Georg-August-Universität Göttingen

Einfluss der Antiarrhythmika Flecainid und Amiodaron auf die kontraktile Funktion und die Kraft-Frequenz-Beziehung des Herzens

Abstract

dc:description

Einleitung: Der plötzliche Herztod bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz (HI) wird häufig durch tachykarde Rhythmusstörungen wie Vorhofflimmern verursacht. Dieser gehört zu den häufigsten Todesursachen der HI. Das Antiarrhythmikum Flecainid (Flec) gilt aufgrund seines negativ inotropen Effektes bei der HI als kontraindiziert. Im Gegensatz dazu hat das Antiarrhythmikum Amiodaron (AM) einen wichtigen Stellenwert bei der Therapie von Arrhythmien bei HI. Der Einfluss der beiden Substanzen auf die diastol. Funktion, die Kraft-Frequenz-Beziehung (KFB) und den Kalziumstoffwechsel des terminal insuffizienten, menschlichen Herzens, ist unbekannt und wurde in dieser Arbeit näher untersucht. Methoden: Zu diesem Zweck wurden Untersuchungen an isolierten Trabekeln aus menschlichen terminal insuffizienten Herzen durchgeführt (n=66). Als Kontrollen dienten Trabekel aus nicht insuffizienten Kaninchenherzen (n=40). Die Effekte von Flec und AM auf die isometrische Kraftentwicklung, die diastol. Spannung und die KFB konnten so verglichen werden. Für Flec wurde zusätzlich der intrazelluläre Kalziumstoffwechsel mit der Aequorin Methode untersucht. Ergebnisse: Der negativ inotrope Effekt von Flec ist direkt kalziumabhängig. Die KFB wird durch Flec deutlich verschlechtert. Flec hat am terminal insuffizienten und am nicht insuffizienten Myokard einen negativen Effekt auf die diastol. Funktion und verursacht eine Relaxationsstörung. AM hat keinen negativ inotropen Effekt, verschlechtert auch am insuffizienten Myokard nicht die KFB, hat daran keinen negativen Effekt auf die diastol. Funktion und verursacht auch keine Relaxationsstörung. Das für die intravenöse Anwendung von AM notwendige Lösungsmittel hat einen negativ inotropen Effekt. Diskussion: Die Ergebnisse dieser Arbeit sind gut mit der klinischen Erfahrung einer erhöhten Mortalität unter Flec und der guten Verträglichkeit von AM bei terminaler HI vereinbar. Als Konsequenz sollte - auch bei nicht herzinsuffizienten Patienten - die diastol. Funktion unter Flec Therapie regelmäßig überwacht und eine optimale Herzfrequenzkontrolle angestrebt werden. Die intravenöse Anwendung von AM bei terminaler HI, könnte durch Verwendung eines hämodynamisch neutral wirkenden Lösungsmittels, deutlich erleichtert werden.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Pagel, Christian
Contributors dc:contributor
  • Pieske, Burkert Prof. Dr.
  • Kriebel, Thomas PD Dr.

Subjects

dc:subject × 14

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-828
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2564-7
webdoc-2564
634465694
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AFB6-8

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source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Pagel, Christian. Einfluss der Antiarrhythmika Flecainid und Amiodaron auf die kontraktile Funktion und die Kraft-Frequenz-Beziehung des Herzens. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-AFB6-8