Georg-August-Universität Göttingen
Die Effekte des ERα -Agonisten ZK 281471, dem ERß-Agonisten ZK 281738 auf das Mammagewebe der Sprague-Dawley-Ratte
Abstract
dc:descriptionHintergrund: Der Zusammenhang zwischen der Hormonersatztherapie und Brustkrebs, untersucht anhand einer histologischen Tierstudie. Methoden: Nach 30-tägigen subkutanen Injektionen wurden die Einflüsse der Testsubstanzen (ERα-Agonist ZK 281471, ERß-Agonist ZK 281738) in verschiedenen Einzeldosen sowie in Kombination mit dem Antiöstrogen ICI 182,780 auf das Mammagewebe der Sprague-Dawley-Ratte untersucht. Anhand histologischer Schnitte, die mit Hämatoxylin und Eosin gefärbt wurden, erfolgte die Beurteilung der proliferationsaktivierenden Effekte der Testsubstanzen auf die Mammastrukturen Duktus und Lobulus im Vergleich zu einer unbehandelten Kontrollgruppe. Zur Bestätigung der östrogenen Wirkung des ERα-Agonisten ZK 281471 und ERß-Agonisten ZK 281738 diente die Bestimmung des Uterusgwichtes sowie der LH-und Prolaktinserumspiegel. Ergebnisse: Bezüglich des Uterusgewichtes und der LH-und Prolaktinserumspiegel zeigten der ERα-Agonist ZK 281471 und E2 nahezu identische Ergebnisse. Insbesondere in der mittleren und hohen Dosis führten beide Substanzen zur signifikanten Reduktion der LH-Serumspiegel und erhöhten die Prolaktin-Serumspiegel sowie das Uterusgewicht. Kombiniert mit ICI 182,780 ließen sich diese östrogenen Effekte inhibieren die LH-Serumspiegel stiegen an und die Prolaktinspiegel und das Uterusgewicht nahmen ab. Der ERß-Agonist ZK 281738 erzielte nur in hoher Dosis vergleichbare Effekte wie E2 und der ERα-Agonist ZK 281471. Ähnliche Resultate zeigten sich auch im Mammagewebe. Die Einzeldosen der Testsubstanzen übten in unteschiedlicher Ausprägung proliferierenden Einfluss auf die Mammastrukturen Duktus und Lobulus aus. Die Proliferationsraten der Testsubstanzen befanden sich nahezu alle oberhalb der Kontrollguppe, diejenigen der Duktus fast vollständig, die der Lobuli teilweise signifikant. Die ER-Agonisten ZK 281471 (ERα) und ZK 281738 (ERß) führten dabei zu einer fast durchgehend stärkeren Proliferation der Mammastrukturen als E2 in gleicher Dosis. Der ERß-Agonist ZK 281738 bewirkte nur in hoher Dosis ähnlich starke Proliferationen wie der ERα-Agonist ZK 281471. ICI 182,780 inhibierte nur die Proliferationsaktivität des ERα-Agonisten ZK 281471 und von E2. In Kombination mit dem ERß-Agonisten ZK 281738 zeigte es keine proliferationshemmende Wirkung. Zusammenfassung: Die Studie zeigte, dass der ERß-Agonist ZK 281738 am Brustgewebe nur in hoher Dosis eine ähnlich hohe Proliferationsaktivität erzielte wie der ERα-Agonist ZK 281471. Folglich liegt die Vermutung nahe, dass die östrogenen Effekte am Brustgewebe möglicherweise primär über den ERα vermittelt werden. Da die Proliferationsaktivität von E2 und des ERα-Agonisten ZK 281471 in Kombination mit ICI 182,780 inhibiert werden konnte, würde das Brustkrebsrisiko wahrscheinlich nicht erhöht werden. Im Gegensatz dazu liess sich die Proliferationsaktivität des ERß-Agonisten ZK 281738 durch ICI 182,780 nicht inhibieren, wodurch das Brustkrebsrisiko möglicherweise zunimmt.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Ernst, Mareike
- Contributors dc:contributor
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- Wuttke, Wolfgang Prof. Dr.
- Gründker, Carsten Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 8Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
-
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-806
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2500-1
webdoc-2500
633804134 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AF9C-4