Georg-August-Universität Göttingen
Neuroligin: Charakterisierung eines neuronalen Transmembranproteins
Abstract
dc:descriptionSynapsen sind hoch spezialisierte Kontaktstellen, an welchen die Kommunikation zwischen Nervenzellen stattfindet. Bei der Steuerung von Entstehung und Modulation der synaptischen Kontakte sind maßgeblich Zelladhäsionsproteine beteiligt. Neuroligine sind postssynaptisch lokalisierte Transmembranproteine. Sie bilden mit beta-Neurexinen transsynaptische Zelladhäsionssysteme, deren Lokalisation und Eigenschaften darauf hindeuten, dass diese an der Steuerung der Synapsenentstehung beteiligt sind. Während die extrazellulären Bindungen der Neuroligine recht gut untersucht worden sind, waren bisher nur wenige intrazelluläre Bindungspartner bekannt. Die vorliegende Studie beschreibt die Identifizierung und Charakterisierung dreier Proteine, welche an den intrazellularen C-Terminus von Neuroligin binden: die Ubiquitinligase Nedd4.1 sowie die Strukturproteine 4.1N und 4.1B. Ubiquitinligasen wie Nedd4.1 regulieren die Lebensdauer von Proteinen durch Ubiquitinierung. Auf diese Weise wird eine Vielzahl zellulärer Prozesse, unter anderem auch die Modulation von Synapsen gesteuert. Die vorliegende Studie zeigt die Interaktion zwischen einer als PY-Motiv benannten konservierten Sequenz am C-Terminus von Neuroligin und den WW-Domänen von Nedd4.1. Neuroligin und Nedd4.1 sind gemeinsam in den postsynaptischen Kompartimenten lokalisiert. Die Interaktion resultiert jedoch nicht in der Ubiquitinierung von Neuroligin, fixiert Nedd4.1 jedoch in der Postsynapse und versetzt es so in die Lage, die Verweildauer anderer Proteine in dieser Region zu regulieren. Um weiteren Aufschluss über die Funktion und Zielproteine von Nedd4.1 zu erhalten, wurde eine Nedd4.1-Deletionsmutante in der Maus generiert. Diese Mutanten sterben bereits im Embryonalstadium ab. Auf diese Weise wird belegt, dass Nedd4.1 tatsächlich essentiell für die Embryonalentwicklung ist. Die Proteine 4.1N und 4.1B koordinieren die Integration von Proteinen in das Zytoskelett. Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit geben Hinweise auf die Bildung von Proteinkomplexen zwischen Neuroligin, 4.1-Proteinen und Proteinen der Familie der membran assoziierten Guanylatkinasen (MAGuKs) in der submembranen Matrix. Die Interaktion zwischen Neuroligin 1 und Protein 4.1, nicht jedoch die MAGuK-Interaktion scheint entscheidend für die Zielsteuerung von Neuroligin zur postsynaptischen Plasmamembran und dessen Verankerung mit dem dortigen Aktin-Zytoskelett zu sein.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Neeb, Antje Jennifer
- Contributors dc:contributor
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- Hardeland, Rüdiger Prof. Dr.
- Doenecke, Detlef Prof. Dr.
- Götze, Otto Prof. Dr.
- Gradmann, Dietrich Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 15Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
-
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-469
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-299-4
webdoc-299
386172595 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AE0B-E