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Georg-August-Universität Göttingen

Functional Analysis of Insl5 and Insl6 Genes and Verification of Interactions between Pelota and its Putative Interacting Proteins.

Abstract

dc:description

Die Ziele dieser Arbeit waren einerseits die Untersuchung der Expression und Funktion von zwei Mitgliedern der Insulin-ähnlichen Proteinfamilie, Insl5 und Insl6, und andererseits die Bestätigung der Interaktion zwischen PELO und dessen putativen Interaktionspartnern CDK2AP1, EIF3G und SRPX.Um die Effekte der Inaktivierung von Insl5 zu untersuchen, wurden Insl5-defiziente Mäuse mit hybridem C57Bl/Jx129/Sv- und mit Inzucht 129/Sv-Hintergrund generiert und analysiert. Diese Studie zeigt, dass die Abwesenheit von Insl5 in beiden genetischen Hintergründen die Gesundheit der Mäuse nicht signifikant beeinflusst. Die interessantesten Unterschiede zwischen Insl5-/- - und Wildtyp-Mäusen des hybriden genetischen Hintergrundes wurden in deren Verhalten beobachtet, besonders in der Reaktion auf nozizeptive Impulse. Insl5-/- -Mäuse zeigen eine verzögerte Latenz für antinozizeptives Verhalten und schnelleres Zurückziehen der Pfoten wegen einer Beeinträchtigung der Weiterleitung des inhibitorischen antinozizeptiven Impulses zum Rückenmark. Diese Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die Insl5-Defizienz neuronale Signalwege beeinträchtigt, die entweder an der Meditation von Schmerz oder an der Balance zwischen stimulierenden und inhibitorischen Prozessen im Rückenmark beteiligt sind. Diese Hypothese wird durch das Ergebnis unterstützt, dass INSL5-Expression im zentralen Nervensystem detektiert werden konnte. INSL5 zeigte hierbei eine besonders starke Expression in den Bereichen des Gehirns, die mit der zentralen Vermittlung von antinozizeptiven Einflüssen in Verbindung gebracht werden, wie beispielsweise im Bereich des anterioren Hypothalamus/praeoptischen Bereich, in den ventralen Nuklei des periaquäduktalen Grau und in dem Nukleus in der pontinen Kölliker-Fuse.Männliche und weibliche Insl5-/- -Mäuse des Inzuchtstammes 129/Sv sind infertil. Dieser Phänotyp konnte in den Insl5-/- - Mäusen des hybriden Hintergrundes nicht beobachtet werden. Histologische Untersuchungen zeigten im isolierten Testes der Insl5-defizienten Mäuse das Vorhandensein aller Stadien der Spermatogenese. Die Anzahl der Spermatozoen, die in Insl5-/- -Mäusen in den Nebenhoden gefunden wurden, zeigte keinen signifikanten Unterschied zur Anzahl der Spermien in den Wildtyp-Mäusen. Die Analyse der Spermienparameter ergab, dass die Spermienmotilität bei den Insl5-/- -Mäusen eingeschränkt war. Histologische Untersuchungen zeigten bei den Weibchen normale Follikelentwicklung. Um den reproduktiven Defekt in infertilen Insl5-/- -Weibchen weiter zu analysieren, wurde die Anzahl der Oocyten von superovulierten und nicht-superovulierten Weibchen bestimmt. Keine signifikanten Unterschiede konnten in der Anzahl der isolierten Oocyten zwischen Insl5-/- -Mäusen und Wildtyp-Mäusen gefunden werden. Allerdings brachten die meisten Verpaarungen zwischen Insl5-/- -Weibchen und Wildtyp-Männchen an E1.5 Embryonen hervor, dass die sich im Einzellstadium befanden. Dies lässt darauf schließen, dass die Infertilität der Insl5-/- -Weibchen durch einen Defekt in der Oocytenreifung hervorgerufen wird.Der Glucoselevel der Insl5-defizienten Mäuse war signifikant höher als der der Geschwister aus der Kontrollgruppe. Die Ergebnisse des Glucosetoleranztests (GTT) lassen vermuten, dass Insl5-/- -Mäuse schlechter dazu in der Lage sind, Glucose aus dem Blut zu verstoffwechseln, und dass die fortschreitende Verschlechterung der Glucosetoleranz ein altersabhängiger Effekt ist. Allerdings zeigte die Durchführung des Insulintoleranztests (ITT), dass die Sensitivität für Insulin in Insl5-defizienten Mäusen nicht verändert ist. Anhand der Ergebnisse des GTT und des ITT vermuten wir, dass der höhere Glucoselevel der Mäuse durch eine geringere Insulinsekretion hervorgerufen wird. Diese Ergebnisse wurden durch histologische und immunhistologische Analysen unterstützt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen zeigten, dass die durchschnittliche Größe der Langerhans schen Inseln im Insl5-/- Pankreas 1,6fach kleiner war als in dem von Wildtyp-Mäusen. Außerdem war auch die Anzahl der Insulin-positiven ß-Zellen in den Langerhans schen Inseln der Insl5-/- -Mäuse signifikant reduziert. Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass der hohe Glucoselevel in Insl5-/- -Mäusen durch einen Defekt in der Entwicklung der Langerhans schen Inseln im Pankreas und/oder einen Defekt in der Insulinsekretion hervorgerufen wird.Analysen der Insl6-Expression zeigten, dass Insl6 hauptsächlich in männlichen Keimzellen exprimiert wird. Die Expression von Insl6 kann zuerst an Tag 15 nach der Geburt im Maus-Testis detektiert werden, wenn die erste Welle der Spermatogenese das Stadium der Pachytän-Spermatocyten erreicht. Um die Rolle von INSL6 in der Keimzellentwicklung zu untersuchen, generierten wir Insl6-defiziente Mäuse. Die Mehrzahl der männlichen Insl6-defizienten Mäuse des hybriden Hintergrundes zeigten eine eingeschränkte Fertilität, wohingegen die weiblichen Mäuse fertil waren. Die Spermienanzahl war drastisch reduziert, was möglicherweise durch eine erhöhte Apoptoserate der sich entwickelnden Keimzellen erklärt werden kann. Auch die Spermien- Motilität war stark eingeschränkt. Analyse der Keimzellentwicklung in jungen Insl6-/- -Mäusen zeigte einen Arrest der ersten Spermatogenesewelle in der späten meiotischen Prophase. Analyse der RNA zeigte eine deutliche Abnahme der Expression später meiotischer und postmeiotischer Markergene, wohingegen die Expression von frühen meiotischen Markergenen im Insl6-/- -Testis unverändert bleibt. Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass INSL6 für den Ablauf der Spermatogenese benötigt wird.Das dritte Ziel dieser Arbeit war die Verifizierung der Proteininteraktion zwischen pelota (PELO) und drei Proteinen: cyclin-dependent kinase 2 associated protein 1 (CDK2AP1), eukaryotic translation initiation factor 3, subunit G (EIF3G) und Sushi- repeat-containing protein X-linked (SRPX). Diese drei putativen Interaktionspartner von PELO wurden mit Hilfe eines Yeast-Two-Hybrid-Screens identifiziert. Mittels Coimmunpräzipitation konnte die spezifische Interaktion von CDKAP1, EIF3G und SRPX mit PELO bestätigt werden. GST-Pull down Assays unterstützten desweiteren die spezifische Bindung von PELO mit seinen Interaktionspartnern und zeigten, dass die dritte eEF1α-ähnliche Domäne von PELO für die Interaktion mit den Partnerproteinen verantwortlich ist. Um die Spezifität der Interaktion von PELO und den putativen Interaktionspartnern weiter zu unterstützen, sowie die subzelluläre Lokalisation der interagierenden Proteine zu bestimmen, wurde ein bimolecular fluorescence complementation assay (BiFC) durchgeführt. Die mittels dieser Untersuchung erhaltenen Ergebnisse zeigen, dass CDK2AP1, EIF3G und SRPX je einen Proteinkomplex mit PELO bilden, die am Cytoskelett lokalisiert sind.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Burnicka-Turek, Ozanna
Contributors dc:contributor
  • Engel, Wolfgang Prof. Dr. Dr.
  • Engel, Wolfgang Prof. Dr.
  • Hoyer-Fender, Sigrid Prof. Dr.

Subjects

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Rights

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Language dc:language
eng

Identifiers

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Identifier
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2285-7
webdoc-2285
615488528
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AD81-8

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Georg-August-Universität Göttingen
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Last updated
2026-07-24
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Burnicka-Turek, Ozanna. Functional Analysis of Insl5 and Insl6 Genes and Verification of Interactions between Pelota and its Putative Interacting Proteins.. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-AD81-8