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Georg-August-Universität Göttingen

Expressionsanalyse des humanen Histonsubtyps H1x

Abstract

dc:description

Die Organisation der DNA im Zellkern wird durch Chromatin und Proteine ermöglicht. Die strukturelle Grundeinheit des Chromatins ist das Nukleosom, das aus dem Nukleosomenkernpartikel, der Linker-DNA und den H1-Histonen besteht. H1-Histone sind chromosomale Proteine, die nicht nur an der Kondensierung der DNA beteiligt sind, sondern auch eine entscheidende Rolle bei der Steuerung der Genexpression, der DNA-Replikation und der DNA-Reparatur spielen. Bisher wurden im Menschen elf homologe H1-Proteine beschrieben, darunter das ubiquitär exprimierte H1x. Ein Vergleich der biochemischen Eigenschaften von H1x und anderen H1 Subtypen zeigte Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zwischen H1x und den übrigen H1-Subtypen, die auf spezielle Funktionen von H1x hindeuten. In der vorliegenden Arbeit konnte gezeigt werden, daß H1x replikationsunabhängig exprimiert wird. Eine Promotoranalyse der genomischen Sequenz von H1x ergab, daß der Promotor von H1x in Bezug auf Art und Position der regulatorischen Elemente Ähnlichkeit mit dem Promotor des replikationsunabhängig exprimierten H1.0 aufweist. Beide Gene enthalten ein upstream positive element und eine TATA-Box, aber keine funktionelle CCAAT-Box. Dennoch unterscheidet sich das Expressionsmuster von H1x vom ebenfalls replikationsunabhängig exprimierten Replacementhiston H1.0. Dies wird durch Zellzyklusuntersuchungen und der vergleichenden Analyse der mRNA-Mengen von H1x in adultem und fötalem Gewebe in Proben aus Lunge und Dickdarm gestützt. Hier zeigen sich nur geringe Unterschiede zwischen den H1x-mRNA-Mengen. Damit bestätigt sich, daß keine generelle Korrelation zwischen der vermehrten Expression von H1x und Zellproliferation besteht. Aufgrund des Ergebnisses einer BLAST-Datenbankrecherche, die eine erhöhte Trefferrate von H1x-ESTs (expressed sequence tags) in Tumordatenbanken neuroendokriner Tumore (NETs) ergeben hatte, untersuchte ich die Expression von H1x in NETs aus Lunge und Gastrointestinaltrakt. Immunhistochemie, Western Blot-Analyse und real-time RT-PCR zeigen eine vermehrte Expression sowohl von H1x-mRNA als auch von H1x-Protein in wenig differenzierten neuroendokrinen Karzinomen im Vergleich zu nicht-neoplastischem Gewebe. Diese Ergebnisse machen deutlich, daß H1x eventuell zur Klassifizierung der vielfältigen und schlecht charakterisierten neuroendokrinen Tumore oder zur Beurteilung ihrer Dignität beitragen könnte.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Warneboldt, Julia
Contributors dc:contributor
  • Doenecke, Detlef Prof. Dr.
  • Hardeland, Rüdiger Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 16

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-258
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-1808-7
webdoc-1808
591104199
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-ACF3-1

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source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Warneboldt, Julia. Expressionsanalyse des humanen Histonsubtyps H1x. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-ACF3-1