Georg-August-Universität Göttingen
Investigation of the higher order structure of the spliceosomal RNA network
Abstract
dc:descriptionDie Mehrzahl der Gene in höheren Eukaryonten besitzt Introns (d.h. interne nichtkodierende Sequenzabschnitte). Diese müssen auf der Ebene der prä-mRNA durch den Prozeß des Spleißens entfernt werden, um so translatierbare mRNAs zu generieren. Die dazugehörende molekulare Maschine der Spleißkatalyse ist das Spleißosom. Das korrekte Erkennen und Paaren zusammengehörender 5'- und 3"- Spleißstellen einer prä-mRNA sind kritische Schritte während der frühen Spleißosom-Assemblierung. Über die räumliche Anordnung der beteiligten U1 und U2 snRNPs in frühen spleißosomalen Komplexen ist wenig bekannt. Beide snRNPs, zusammen mit weiteren nicht-snRNP Proteinen, sind in der korrekten Positionierung der für das Spleißen wichtigen funktionellen Bereiche der prä-mRNA involviert. Um die molekularen Mechanismen der Spleißstellenerkennung und -positionierung besser zu verstehen, haben wir die Positionierung des U2 snRNP relativ zum U1 snRNP und zur prä-mRNA in spleißosomalen Komplexen mittels Hydroxylradikal-Kartierung durch eine Fe-BABE tragende U2 snRNA untersucht. U2 snRNA nimmt eine Schlüsselstellung im nukleären prä-mRNA Spleißen ein. U2 snRNA trägt eine 5'-m3G Kappenstruktur und zahlreiche interne Nukleotidmodifizierungen. Zunächst untersuchten wir den Einfluß individueller modifizierter Nukleotide der HeLa U2 snRNA auf das prä-mRNA Spleißen. Wir können zeigen, daß drei Pseudouridine und fünf 2'-O-methyl Gruppen im Bereich der ersten 20 Nukleotide der U2 snRNA, nicht aber die m3G Kappe, für effizientes prä-mRNA Spleißen notwendig sind.Im zweiten Teil dieser Arbeit konnte mittels Hydroxylradikal-Kartierung gezeigt werden, daß die funktionellen Bereiche der prä-mRNA sowohl im spleißosomalen E, als auch im spleißosomalen A Komplex in unmittelbarer Nähe des 5' Endes der U2 snRNA liegen. U2 snRNA ist bereits im E Komplex in einer definierten Konformation in der Nähe zur U1 snRNA positioniert. Diese räumliche Organisation wird beim Übergang von E zu A Komplex im wesentlichen beibehalten. U1 und U2 snRNP überbrücken die Enden eines Introns. Bildet man die Ergebnisse der Hydroxylradikal-Kartierung auf die U1 snRNA des U1 snRNP 3D-Modells ab, so zeigt sich, daß die U2 Interaktionsdomäne auf der "Rückseite" des U1 snRNP gelegen sein muß.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Dönmez, Gizem
- Contributors dc:contributor
-
- Lührmann, Reinhard Prof. Dr.
- Ficner, Ralf Prof. Dr.
- Jahn, Reinhard Prof. Dr.
- Kramer, Wilfried PD Dr.
Subjects
dc:subject × 10Rights
dc:rights- Language dc:language
- eng
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
-
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-189
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-1404-3
webdoc-1404
579210642 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AC45-9