Freie Universität Berlin
Alterungsbeständigkeit moderner 3D-gedruckter und gefräster Hybridmaterialien: Eine In-vitro-Studie
Abstract
dc:description.abstractZiel: Ziel der In-vitro-Studie war es, die Alterungsbeständigkeit verschiedener dreidimensional (3D)-gedruckter und gefräster Hybridmaterialien nach Oberflächenbehandlung hinsichtlich der Oberflächenrauigkeit, Farbstabilität und Biokompatibilität zu untersuchen. Material und Methodik: Aus drei Digital Light Processing (DLP)-gedruckten Materialien (HarzLabs Dental Sand Pro A1-A2 (HL), BEGO VarseoSmile Crownplus A3 (BV), Voco VPrint c&b temp A3 (VV)) und einem gefrästen Hybridmaterial (Voco Grandio Blocs (VG)) wurden 225 Proben hergestellt. Sie wurden in drei Gruppen unterteilt: unbehandelt, hochglanzpoliert und lackiert. Zur Alterungssimulation wurden 5.000 thermische Zyklen durchgeführt. Neben der Untersuchung der Oberflächenrauigkeit und Farbstabilität wurde die Oberflächentopografie mittels Rasterelektronenmikroskopie analysiert. Die Biokompatibilität wurde in einer indirekten und direkten Methode mit L929-Zellen untersucht. Ergebnisse: Die Oberflächenrauigkeit war signifikant unterschiedlich zwischen unbehandelten und den anderen Gruppen, wobei es keine Veränderungen vor und nach der Alterung gab. Unbehandelte 3D-gedruckte Proben waren signifikant rauer als unbehandelte gefräste Proben. Im polierten Zustand war HL rauer als andere Materialien, während im lackierten Zustand VV vor der Alterung und HL nach der Alterung die höchsten Rauigkeiten aufwiesen. Polierte und lackierte Proben waren glatter als unbehandelte Proben. Die Farbmessungen ergaben signifikante Unterschiede zwischen unbehandelten und oberflächenbehandelten und/oder gealterten Gruppen, die für lackierte Proben besonders hoch waren. Die höchsten Biokompatibilitätswerte wiesen unbehandeltes BV und poliertes VG auf. Zwischen gealterten Gruppen mit gleicher Oberflächenbehandlung wurden keine signifikanten Unterschiede festgestellt, und es wurde keine Zytotoxizität beobachtet. Schlussfolgerung: Während 3D-gedruckte Materialien im unbehandelten Zustand rauer waren als das gefräste Referenzmaterial VG, wurde durch Polieren oder Lackieren die Rauigkeit derart reduziert, dass die getesteten gedruckten und gefrästen Materialien vergleichbar wurden. Oberflächenbehandlungen führten bei allen Materialien zu Farbveränderungen, die bei lackierten Gruppen größer waren als bei polierten Gruppen. Es wurden akzeptable Biokompatibilitätswerte für alle untersuchten Materialien festgestellt. Die höchste relative zellmetabolische Aktivität wies poliertes VG auf. Eine künstliche Alterung mittels Thermocycling beeinflusste zwar die Farbstabilität und Biokompatibilität, nicht aber die Oberflächenrauigkeit. Die Farbveränderungen waren für alle Materialien akzeptabel und kein Material wies Zytotoxizität auf.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Albrecht, Miriam Christin Carolin
Subjects
dc:subject × 8Rights
- Licence dc:rights.uri
- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier URI
- http://dx.doi.org/10.17169/refubium-46987