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Freie Universität Berlin

Identifikation von potentiell prädiktiven biochemischen Faktoren für den Erfolg der renalen Denervation bei therapierefraktärer Hypertonie und ihre Veränderung nach Intervention

Abstract

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Hintergrund: Die renale Denervation gilt als ein sicheres Verfahren zur Behandlung von therapieresistenter Hypertonie, es ist jedoch noch nicht hinreichend erklärt, welche Faktoren zu einer unzureichenden Blutdrucksenkung nach der renalen Denervation führen und welchen Einfluss das Verfahren auf andere Körpersysteme hat. Methoden: In dieser Studie werden 42 mittels renaler Denervation behandelte Patienten (weiblich: 11; männlich: 31; Altersdurchschnitt: 59 ± 9 Jahre; durchschnittlicher Blutdruck: 151 ± 11 / 84 ± 11 mmHg) einbezogen und nach Respondern (Anzahl n = 24), die nach einem Jahr eine Blutdrucksenkung um mindestens 5 mmHg systolisch im Durchschnitt der 24 -Stunden-Blutdruckmessung hatten, und Non-Respondern (n = 18) gruppiert. Antihypertensive Medikamente, 24-Stunden-Blutdruck und mehrere Laborparameter wurden zu definierten Abständen über zwölf Monate erhoben. Zur Identifizierung von Faktoren, die den Erfolg der renalen Denervation beeinflussen, wurden anhand des Mann-Whitney-U-Tests Unterschiede zwischen den Ausgangswerten der beiden Gruppen ermittelt. Um den Einfluss der renalen Denervation auf andere Körpersysteme zu analysieren, wurden mit dem Wilcoxon-Test die Ausgangswerte jeder Gruppe mit den Werten nach einem Jahr verglichen. Ergebnisse: Die Analyse ergab signifikant niedrigere Ausgangswerte von α₁-Mikroglobulin (Irrtumswahrscheinlichkeit p = 0,015) und HbA1c (p = 0,045) in der Responder- Gruppe verglichen mit den Non-Respondern, die Nüchtern-Glucose-Werte lagen signifikant häufiger unter 140 mg/dl und zudem war die Prävalenz von Diabetes mellitus Typ 2 unter den Respondern signifikant niedriger (p = 0,004). Nach einem Jahr war bei den Respondern Serum-Kreatinin (p = 0,006) signifikant gestiegen und die eGFR (p = 0,003) signifikant gesunken. Bei den Non- Respondern ist Calcitriol (p = 0,007) signifikant gesunken und Serum-Kalium (p = 0,052) grenzwertig signifikant gestiegen. Zwischen den Konzentrationsänderungen von Calcium und Kalium und den antihypertensiven Medikamenten konnte kein Zusammenhang gefunden werden. Die Mittelwerte der Parameter waren bis auf die eGFR bei jeder Messung innerhalb des Normbereichs. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass erstens hohe α₁-Mikroglobulin-Werte, Nüchtern-Glucose-Werte über 140 mg/dl, hohe HbA1c-Werte sowie das Vorliegen eines Diabetes mellitus Typ 2 zu einer unzureichenden Blutdrucksenkung nach der renalen Denervation führen, und zweitens die Blutdrucksenkung infolge einer erfolgreichen renalen Denervation durch die Reduktion des intraglomerulären Drucks potentiell nephroprotektiv ist.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Busse, Karolina Marie

Subjects

dc:subject × 6

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Language dc:language
ger

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Freie Universität Berlin
Base URL
refubium.fu-berlin.de/oai/request
Last updated
2026-08-21
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OAI-PMH GetRecord
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Busse, Karolina Marie. Identifikation von potentiell prädiktiven biochemischen Faktoren für den Erfolg der renalen Denervation bei therapierefraktärer Hypertonie und ihre Veränderung nach Intervention. 2017. https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/3857