University of Freiburg
Die Rolle der Stuhldiagnostik bei Patienten mit nosokomialer Diarrhoe
Abstract
dc:description.abstractDie Stuhldiagnostik der nosokomialen Diarrhoe, definiert als das Auftreten von drei <br>oder mehr ungeformten Stühlen mindestens 72 Stunden nach Aufnahme ins <br>Krankenhaus ist in der Praxis häufig wenig rationell und ökonomisch. Die <br>Stuhluntersuchung auf enteropathogene Bakterien (ohne C. difficile) hat eine niedrige <br>Ausbeute an positiven Resultaten, die bei zunehmender Hospitalisationsdauer von <br>initial 3.3 (innerhalb der ersten 72 Stunden) auf 0 (nach mehr als 31 Tagen) <br>abnimmt. Die Untersuchungen auf das Toxin von C. difficile hingegen zeigen bei <br>generell höherer Ausbeute (5,5) keine Ab- oder Zunahme der Ausbeute im Verlauf <br>der Hospitalisation. <br>Neben nichtinfektiösen Ursachen, sollten daher beim Patienten mit nosokomialer <br>Diarrhoe, insbesondere bei innerhalb der letzten 4 Wochen vorausgegangener oder <br>noch vorhandener Antibiotikatherapie, die Infektion mit C. difficile in Betracht <br>gezogen und bei Verdacht der Stuhl auf die Toxine A und B untersucht werden. <br>Die Stuhlkultur auf enteropathogene Bakterien sollte sich im Rahmen der <br>nosokomialen Diarrhoe auf besondere Ausnahmefälle die durch weitere Analysen <br>noch näher zu definieren sind – wie beispielsweise Immunsuppression im Rahmen <br>von Agranulozytose oder bestehender Verdacht auf Übertragung – beschränken. <br>Durch eine in dieser Weise rationalisierte Diagnostik bei nosokomialer Diarrhoe <br>könnte eine erhebliche Einsparung von sowohl finanziellen Mitteln als auch <br>Arbeitsaufwand erreicht werden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Fehrenbach, Jürgen
- Contributors dc:contributor
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- Kist, Manfred
Subjects
dc:subject × 4Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/831
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:831