University of Freiburg
Eigenschaften und Verwendung des Holzes der Europäischen Lärche (Larix decidua Mill.) unter besonderer Berücksichtigung des Reaktionsholzes
Abstract
dc:description.abstractAufgrund des Alters der Lärchenbestände in Deutschland steht in den kommenden Jahren ein zunehmendes Potenzial an Rundholz dieser Baumart zur Verfügung. <br>Sowohl auf der Anbieterseite als auch auf der Seite der Abnehmer herrscht Unsicherheit über die Eigenschaften und die Qualität dieser Ressource. Es besteht der Vorwurf einer mangelnden Qualität von Lärchenholz, das nicht aus dem natürlichen Verbreitungsgebiet stammt. <br>Es liegen wenige wissenschaftliche Studien über die technologischen Eigenschaften dieser Holzart vor. Das gilt vor allem für Holz aus hiesigen Lärchenanbauten. <br>Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, die Holzart Lärche am Beispiel von Beständen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zu charakterisieren. <br>Folgende Ergebnisse lassen sich festhalten: <br>Bei Lärchenrundholz mit asymmetrischen Stammquerschnitten und einer Längskrümmung der Stammachse tritt vermehrt Druckholz auf, das zu einem gegenüber Normalholz veränderten Schwindungsverhalten und schließlich zu einer Verwerfung der aus diesem Rundholz erzeugten Schnittware führt. <br>Reaktionsholz wirkt sich im Lärchenholz in anderer Weise auf die Holzdichte aus, als es bei anderen Koniferenarten bekannt ist. Dies liegt vor allem an der Struktur der Tracheiden. <br>Druckholz ist bei Lärche visuell-makroskopisch nicht ohne Hilfsmittel erkennbar. Ein vielversprechender Ansatzpunkt für eine praxistaugliche Reaktionsholzerkennung ist die Verwendung und Weiterentwicklung von hochauflösenden Bildanalysesystemen, die sich das veränderte Reflektions- und Brechungsverhalten des Druckholzes mit hochauflösender Optik und digital gestützter Auswertung zu nutze machen können. <br>Das hohe statische Leistungsvermögen des untersuchten Schnittholzes konnte nur mit Hilfe der technologischen Kennwerte, nicht durch visuelle Sortierung aufgedeckt werden. <br>Reaktionsholz schwächt die Zusammenhänge zwischen den Biegevariabeln und erschwert damit die Voraussage der Biegefestigkeit mit Hilfe zerstörungsfrei ermittelter Parameter.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Pelz, Stefan K.
- Contributors dc:contributor
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- Becker, Gero
Subjects
dc:subject × 6Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/633
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:633