University of Freiburg
Regenerationsfähigkeit entorhino-hippocampaler Fasern in organotypischen Schnittkulturen
Abstract
dc:description.abstractDie vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der altersabhängigen Abnahme der Regenerationsfähigkeit im ZNS und stellt ein Kultursystem vor, mit dem man effizient pharmakologische Substanzen auf regenerationsfördernde Effekte testen kann. Entorhino-hippocampale Schnittkulturen ermöglichen als in vitro System die Untersuchung von Regenerationsvorgängen in der komplexen Umgebung des ZNS. Ich konnte zeigen, dass die entorhino-hippocampale Projektion von P 5-6 alten Mäusen gut regenerierte, wenn die Läsion am zweiten oder vierten Tag in vitro gesetzt wurde. Jedoch nahm die Regenerationsfähigkeit stark ab, wenn die Projektion am sechsten Tag in vitro oder später lädiert wurde. Dieser Zeitverlauf steht im Einklang mit Untersuchungen, die an entorhino-hippocampalen Schnittkulturen der Ratte durchgeführt wurden. Das Ausreifen der Projektion geschieht innerhalb eines kurzen Zeitraums und spiegelt sich im Rückgang des Regenerationspotentials wider. Ich habe in weiteren Untersuchungen dieses Kultursystem dazu benutzt, nach pharmakologischen Substanzen zu suchen, welche die Regenerationsfähigkeit der entorhinalen Fasern verbessern. Durch Hinzufügen bestimmter neurotropher Faktoren konnte die zeitabhängige Abnahme der Regenerationsfähigkeit überwunden werden. Die meisten getesteten Agenzien zeigten keine positiven Effekte auf das Regenerationsvermögen der Projektionsneurone, doch NT-4 und GDNF stimulierten das Faserwachstum in den Schnittkulturen deutlich. Durch Behandlung mit Pertussis Toxin, das G-Proteine blockiert, und GF109203X, das selektiv Proteinkinase C inhibiert, wurden ähnliche wachstumsfördernde Effekte beobachtet. NT-4 und GDNF könnten sowohl direkt als auch indirekt auf die regenerierenden Fasern der entorhino-hippocampalen Projektion wirken. Möglicherweise blockieren GF109203X und Pertussis Toxin Signaltransduktionswege innerhalb der regenerierenden Fasern, die wachstumshemmende Umgebungssignale vermitteln und so die Regeneration unterdrücken.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Prang, Peter Franz-Josef
- Contributors dc:contributor
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- Kapfhammer, Josef P.
Subjects
dc:subject × 8Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/381
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:381