University of Freiburg
Nächtliche Sekretion von Interleukin-6, Substanz-P und Leptin bei Insomniepatienten im Vergleich zu gesunden Probanden
Abstract
dc:description.abstractIn dieser Arbeit wird die Kinetik der abendlichen und nächtlichen Interleukin-6-Sekretion sowie der Peptide Substanz-P und Leptin bei Patienten mit primärer Insomnie im Vergleich zu gesunden Individuen untersucht. Die Sekretion von IL-6 zeigte eine biphasische Rhythmik. Die Ergebnisse bestätigen die vorherigen Studien, in denen eine zirkadiane Rhythmik der Interleukin-6 -Sekretion nachgewiesen wurde. Die Patienten mit Insomnie wiesen signifikant höhere Interleukin-6-Werte während der gesamten Messung auf. Weiterhin zeigten Insomniepatienten eine signifikant positive Korrelation zwischen IL-6 und Wach-Anteil. <br>Die Sekretion von Substanz-P nimmt bei beiden Gruppen in der ersten Nachthälfte ab und steigt in der zweiten Nachthälfte. In den frühen Morgenstunden waren signifikant niedrigere Substanz-P-Werte bei Insomniepatienten zu beobachten. <br>Die Leptinkonzentration stieg während der Nacht an mit einem Sekretionspeak um 1:00 Uhr. Die Leptinwerte bei Insomniepatienten und gesunden Probanden verhielten sich zu jeder Untersuchungszeit nahezu identisch, mit geringfügig höheren Werten bei den Patienten. Die Leptin-Werte bei Insomniepatienten korrelierten jedoch mit dem Wachanteil, Stadium 2 und REM-Schlaf. Weiterhin wurden Insomniepatienten und gesunde Probanden im Hinblick auf die subjektive Schlafeinschätzung durch psychometrische Verfahren (BDI, PSQI, SF-A) verglichen. Es ergab sich ein signifikant schlechterer Schlaf bei den Insomniepatienten gegenüber den gesunden Probanden. Die parallel durchgeführten polysomnographischen Ableitungen ergaben bei den Insomniepatienten ein schlechteres Schlafprofil im Vergleich zu den gesunden Probanden, mit signifikant reduzierter Schlafeffizienz, reduzierte Schlafzeit, höherer REM-Dichte, sowie erhöhtem Wachanteil. <br> <br>Es kann postuliert werden, dass bei Patienten mit primärer Insomnie, mit polysomnographisch objektivierbarem gestörtem Schlaf, ebenso die Produktion von Interleukin-6 aktiviert wird wie bei gesunden Individuen nach Schlafentzug. Hinsichtlich Substanz-P konnte eine Assoziation mit depressiver Symptomatik, wie bei BDI bei Insomnie gemessen, nachgewiesen werden. Die Ergebnisse von Leptin und die Assoziation mit den Schlafparametern können auf eine Rolle von Schlaf bei der nächtlichen Leptin-Erhöhung hinweisen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Burgos Guerrero, Ivonne Lucia
- Contributors dc:contributor
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- Riemann, Dieter
Subjects
dc:subject × 4Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/2509
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:2509