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University of Freiburg

Der Einfluß von Atorvastatin auf die Serumlipide und den Aktivierungsstatus von Thrombozyten, Monozyten und Granulozyten bei Patienten mit Hyperlipoproteinämie; Typ IIa nach Frederickson

Abstract

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Erhöhte Serumcholesterinspiegel sind mit inflammatorischen und prothrombotischen Prozessen assoziiert, die letztlich zur Atherogenese führen. Unter einer Statintherapie konnte im Rahmen großer Interventionsstudien eine signifikante Verminderung sowohl der Morbidität, als auch der Mortalität an kardiovaskulären Erkrankungen nachgewiesen werden. Diese Wirkungen ergaben sich unabhängig von der lipidsenkenden Wirkung der Statine. <br>Betrachtet man diese Ergebnisse, läßt sich die Existenz zusätzlicher, sog. pleiotroper Effekte vermuten. Ziel dieser Studie war es, die Existenz der zahlreich beschriebenen pleiotropen Mechanismen der HMG-CoA-Reduktasehemmer im Rahmen eines randomisierten, placebo-konrollierten und doppelblinden klinischen Versuches zu überprüfen. <br>Wir untersuchten 45 Patienten mit einer Hypercholesterinämie Typ IIa nach Frederickson, sowie 30 altersentsprechende gesunde Probanden. Die Patienten erhielten für eine Dauer von 12 Wochen Atorvastatin 40 mg (Sortis®, Pfizer) bzw. Placebo. Um die Existenz pleiotroper Mechanismen nachzuweisen, untersuchten wir mit Hilfe durchflußzytometrischer Analysen am FACSCalibur® Veränderungen der Expression von Adhäsionsmolekülen auf der Zelloberfläche von Thrombozyten, Monozyten und Granulozyten, sowie Thrombozyten-Leukozyten-Aggregaten. Zudem nutzten wir die Aggregometrie sowie einen CD40L ELISA um Veränderungen des Expressionsmusters zu evaluieren. <br>Des Weiteren wurden die Blutproben hinsichtlich lipidologischer, hämatologischer und hämostaseologischer Modifikationen analysiert; zudem wurden im Rahmen eines umfangreichen Sicherheitslabors u. a. Veränderungen im Enzymprofil untersucht. <br>Wir konnten keine Korrelation zwischen der Statintherapie und der veränderten Expression zellulärer Oberflächenmarker nachweisen. Die Patienten unter Atorvastatintherapie zeigten zwar signifikant niedrigere Serumlipidspiegel; Hinweise auf modifizierte Gerinnungs-, Entzündungs- und Zelladhäsionsmechanismen, welche die lipidunabhängigen Wirkungen der Statine bezüglich einer reduzierten Progression der Atherogenese erklären könnten, fanden sich jedoch nicht. <br>Der klinische Nutzen der Statine bezüglich der deutlichen Verminderung der kardiovaskulären Morbidität und Mortalität ist gut etabliert. Die zentrale Rolle der Thrombozyten und Leukozyten in der Atherogenese läßt vermuten, daß ein Teil der pleiotropen Wirkungen der Statine auf Veränderungen dieser Zellsysteme basiert. Derartige Modifikationen konnten zumindest hinsichtlich der Expression löslicher und zellulärer Oberflächenmarker der Thrombozyten und Leukozyten in dieser Arbeit nicht beobachtet werden. Die Ergebnisse dieser Studie sollten daher Anlaß zur genaueren Differenzierung zwischen den direkten Wirkungen der Statine auf die Struktur und Zusammensetzung atherosklerotischer Plaques und der lediglich über eine negative Cholesterinbilanz im Serum vermittelten Wirkung geben.

Author and committee

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Author dc:creator
  • Ramshorn, Alexandra
Contributors dc:contributor
  • Peter, Karlheinz

Subjects

dc:subject × 1

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https://freidok.uni-freiburg.de/data/2482
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oai:freidok.uni-freiburg.de:2482

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2026-07-24
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Ramshorn, Alexandra. Der Einfluß von Atorvastatin auf die Serumlipide und den Aktivierungsstatus von Thrombozyten, Monozyten und Granulozyten bei Patienten mit Hyperlipoproteinämie; Typ IIa nach Frederickson. https://freidok.uni-freiburg.de/data/2482