University of Freiburg
DNALI1- und, oder DNAH5-Mislokalisation in respiratorischen Epithelzellen von PCD-Patienten
Abstract
dc:description.abstractDie Primäre Ziliäre Dyskinesie ist eine genetisch und klinisch heterogene Erkrankung, die in der Regel autosomal rezessiv vererbt wird. Bei Betroffenen führt eine Dysmotilität der Zilien zu einer verminderten mukoziliären Reinigung der Atemwege. Dies wiederum bedingt das Auftreten chronischer Entzündungen der oberen- und unteren Atemwege. Aufgrund einer reduzierten Beweglichkeit der Spermien und der Zilien des Eileiterepithels kommt es bei Betroffenen häufig zu einer reduzierten Fertilität. Die Hälfte der PCD-Betroffenen zeigt das Bild eines Situs inversus totalis. <br>Mittels Elektronenmikroskopie können häufig ultrastrukturelle Defekte der inneren und/oder äußeren Dyneinarme, welche die Zilienbewegung vermitteln, nachgewiesen werden. Die Gene DNAI1 und DNAH5 kodieren für Dyneinproteine des äußeren Dyneinarmes. Rezessive Mutationen dieser Gene verursachen PCD. Mutationen in Genen, die für Proteine des inneren Dyneinarms kodieren, sind bisher nicht bekannt. <br>In dieser Arbeit wurde mittels hochauflösender Immunfluoreszenzmikroskopie gezeigt, dass die leichte Kette des inneren Dyneinarms DNALI1, in ziliären Axonemen von humanen respiratorischen Epithelzellen spezifisch lokalisiert ist. Es konnte gezeigt werden, daß DNALI1 in den respiratorischen Epithelzellen der gesunden Probanden in der gesamten Länge der Zilie lokalisiert ist. Bei PCD-Patienten mit isolierten inneren Dyneinarmdefekten kommt es zum Verlust von DNALI1 entweder in der gesamten Länge des Axonems oder im distalen Teil der Zilie. In beiden Fällen war DNALI1 im Zytoplasma misslokalisiert. Aus diesen Ergebnissen konnte geschlossen werden, dass DNALI1 ein aussichtsreiches Kandidatengen für PCD ist. Die Mutationsanalyse für DNALI1 war allerdings bei 40 PCD Patienten mit innerem Dyneinarmdefekt negativ. <br>Die Untersuchung einer großen PCD-Kohorte mit Hilfe der Immunofloureszenz (anti-DNALI1 und anti-DNAH5) ergab acht verschiedene abnormale Färbemuster. Dies weist darauf hin, dass es eine hohe Komplexität innerhalb der Dyneinarmdefekte gibt. Das abnormale Färbemuster für DNALI1 und/oder DNAH5 in 94,4% der erkrankten PCD-Patienten zeigt, dass diese kombinierten Immunofluoreszenzanalysen eine mögliche alternative Methode für die PCD-Diagnostik darstellen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Horváth, Judit
- Contributors dc:contributor
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- Omran, Heymut
Subjects
dc:subject × 5Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/2479
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:2479