University of Freiburg
Nachweis von EGFR und ErbB2 Genamplifikationen in humanen Tumormodellen mittels Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung auf Gewebe- und Zelllinien-Mikroarrays
Abstract
dc:description.abstractDie Tyrosin-Kinase-Rezeptoren EGFR und ErbB2 sind Proto-Onkogene, die durch Genamplifikation oder Überexpression der Genprodukte aktiviert werden können. In der vorliegenden Arbeit wurden ca. 150 Xenografts und 30 Zellinien der Freiburger Xenograft Sammlung mittels Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) auf das Vorliegen von EGFR- und ErbB2 Genamplifikationen hin untersucht. Zu diesem Zweck wurden Mikroarrays der Tumorgewebe und Zelllinien hergestellt. Die EGFR- und ErbB2-Proteinexpressionen wurden durch Immunhistochemie (IHC) bestimmt. RNA-Expressionen der Gene konnten aus vorhandenen Expressionsprofilen ermittelt werden. Somit ergab sich ein umfassendes Bild des EGFR- und ErbB2 Status der Tumoren auf den Ebenen DNA, RNA und Protein. Amplifikationen des EGFR-Gens fand sich in GXF 251 (Magenkarzinom), HNXF 908 (Kopf- und Halstumor), BXF 439 und BXF 1036 (Blasentumoren) sowie den Zelllinien GXF 251L (Magenkarzinom) und MDA MB 468 (Mammakarzinom). Amplifikationen des ErbB2-Gens fand sich in MAXF 1162 und MAXF 574 (Mammakarzinome) sowie CEXF 633 (Zervixkarzinom). Als wichtiges Ergebnis der Arbeit zeigte sich, dass die Tumoren mit EGFR oder ErbB2-Amplifikation im Mittel 10-fach so hohe RNA-Expressionen des amplifizierten Gens aufwiesen, wie die Tumoren ohne Amplifikation. Zudem konnte für beide Gene eine statistisch signifikante Korrelation zwischen Genkopienzahl und RNA-Expression festgestellt werden. Der Vergleich von RNA- und Proteinexpressionen zeigte für ErbB2 eine deutliche Korrelation. Alle Tumoren mit >8-facher RNA-Expression waren immunhistochemisch positiv. Für EGFR zeigte sich eine geringe Korrelation zwischen RNA- und Proteinexpression. Es war für beide Gene ein deutlicher Zusammenhang zwischen hochgradiger Amplifikation und Protein-überexpression feststellbar. Durch Analyse der RNA-Expressionsprofile konnten weitere stark überexprimierte Gene in Nachbarschaft der amplifizierten Gene gefunden werden. Dies kann als Hinweis auf eine Koamplifikation diese Gene verstanden werden. Für einige dieser Gene wurde eine RNA-Überexpression im Zusammenhang einer EGFR bzw. ErbB2-Amplifikation in dieser Arbeit erstmals beschrieben. Somit konnten EGFR- und ErbB2-Genamplifikationen mittels FISH auf Mikroarrays nachgewiesen werden und die Bestimmung des Genstatus (FISH), die RNA-Expressionsanalyse (Affymetrix Chips) sowie die Protein-Expressionsanalyse (IHC) zeigten in wesentlichen Punkten gut übereinstimmende Ergebnisse.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Küsters, Simon
- Contributors dc:contributor
-
- Fiebig, Heinz-Herbert
Subjects
dc:subject × 6Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/2314
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:2314